Webnode Erfahrungen & Testbericht: Der Homepage-Baukasten für internationale Webseiten

Der Homepage-Baukasten Webnode hat über 40 Millionen Kunden weltweit. Der Anbieter verspricht, dass sich jedes Unternehmen und jeder Privatmensch allgemein innerhalb von ein paar Minuten eine Homepage oder einen Shop mit professionellem Look and Feel erstellen kann. Das soll so einfach sein, dass auch Laien damit nicht überfordert sind.

Webnode konkurriert mit Anbietern wie Jimdo, Weebly und Webflow und alle versprechen quasi dasselbe. Wie ist Webnode im Vergleich zur Konkurrenz einzuschätzen?

Bietet Webnode Kunden einen wirklichen Mehrwert oder fällt seine Lösung womöglich komplett ab? In diesem Artikel lasse ich dich an meinen Webnode Erfahrungen teilhaben. 

Hast du es eilig? Dann ist hier deine Kurzversion.
Nach meinen Webnode Erfahrungen ist der Homepage-Baukasten ideal geeignet für mehrsprachige Websites. Webnode bietet einen Support in über 20 Sprachen an, was wirklich außergewöhnlich ist. Du kannst zudem mit mehreren Personen zusammen an deiner Seite arbeiten. 

Webnode Vorteile

  • Webnode ist ideal geeignet für mehrsprachige Websites
  • Der Basistarif ist kostenlos nutzbar und zeitlich unbegrenzt, wobei der Funktionsumfang aber eingeschränkt ist
  • Du kannst über den Editor Website kollaborativ mit Kollegen, Angestellten & Co. zusammen an deiner Seite arbeiten
  • Du kannst Back-ups erstellen ab dem Standard-Tarif

Webnode Nachteile

  • Vorlagen für Seiten können nicht nachträglich geändert werden 
  • Unlimitierte Bandbreite steht erst ab dem teuersten Tarif zur Verfügung
  • Wie bei Weebly auch sind die Blog-Funktionen recht limitiert
  • Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 12 Monate. Eine Kündigung muss drei Monate vor Ende der Laufzeit erfolgen, da sich sonst der Vertrag um ein Jahr verlängert

Inhalte
1 Warum Webnode nutzen?
2 Webnode Bedienung & Funktionen
3 Webnode Preise
4 Webnode Datensicherheit & DSVGO-Konformität
5 Welchen Kundenservice bietet Webnode?
6 Webnode Alternativen

Warum Webnode nutzen?

Die Zielgruppe von Webnode besteht primär aus Kunden, die eine mehrsprachige Webseite benötigen. Im Standard-Tarif kann bei Webnode eine weitere Sprache hinzugefügt werden. 

Wer noch mehr braucht, der nimmt den Profi-Tarif. Hier kannst du so viele Sprachen hinzufügen, wie du willst.

Webnode bietet eine kostenlose Version an, mit der du den Homepage-Baukasten kennenlernen kannst. 

Da man nur eine Webnode-Subdomain bekommt und zudem einiges an Werbung im Footer eingeblendet wird, ist der kostenlose Tarif nicht für professionelle Zwecke geeignet. Die Werbung wirst du leider erst ab dem Standard-Tarif los. Andere kostenlose Homepage-Baukästen kannst du in meinem Artikel Website kostenlos erstellen finden.

Nach meinen Webnode Erfahrungen ist es ein großer Vorteil, dass der Anbieter aus der Schweiz seine Server in Tschechien und somit der EU hat. 

Damit ist die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gesichert. Das ist beispielsweise beim US-Anbieter Weebly ein wenig komplizierter.

Webnode Bedienung & Funktionen

Nun ist es an der Zeit, dass wir praktische Webnode Erfahrungen sammeln: Befassen wir uns mit der Bedienung und den Funktionen des Homepage-Baukastens. Die Anmeldung ist einfach und in Sekundenschnelle erledigt. 

Wie du es womöglich von der Konkurrenz kennst, stellt dir der Webnode Assistent nun ein paar Fragen zu deinem Projekt. 

Zunächst bestimmt du, ob du eine Webseite oder einen E-Shop benötigst. Anschließend bekommst du ein paar Design-Vorschläge. 

Du musst dich nicht sofort für ein Template entscheiden: Nutze die Vorschau-Funktion und triff dann erst deine Wahl. Anschließend richtet das System die Seite ein, was einen kleinen Moment dauert.

Anschließend kannst du mit Webseite bearbeiten direkt loslegen. Wenn du noch keine Erfahrung mit Webnode hast, dann schau dir am besten die siebenminütige Videoanleitung an.

Webnode Homepage Baukasten 

Das Baukasten-Prinzip von Webnode ist einfach erklärt. Die zentralen Elemente sind Abschnitte, die man über den Plus-Button hinzufügt. Zu diesen Abschnitten zählen beispielsweise Überschriften, Text und Bild, Bestellaufträge oder Fotogalerien. 

Es gibt kein Drag & Drop System, wie du es zum Beispiel von Weebly kennst. Das System von Webnode ähnelt dem Block-System von Jimdo sehr.

Meinen Webnode Erfahrungen nach sind die Einstellungen bei Webnode ein wenig verwirrend. Manche werden direkt im Baukasten vorgenommen und andere nur im zentralen Menü. 

Hier sollte der Anbieter auf jeden Fall Mal ein wenig aufräumen und ein wenig mehr Klarheit schaffen.

Wenn du Bilder auf deiner Seite benötigst, dann hast du die Auswahl aus einem großen Fundus am Stockfotos. Natürlich kannst du auch eigene Bilder hochladen. 

Achte dann aber auf jeden Fall auch darauf, dass du auch wirklich die entsprechenden Rechte dazu hast.

Neue Unterseiten fügst du über das Seiten-Menü hinzu. Hier kannst du wiederum eine Vorlage für das Layout auswählen und deine Webseite beispielsweise um einen Mitgliederbereich, einen E-Shop und eine Kontakt-Seite ergänzen.

Zusammenfassend betrachtet ist die Bedienung des Webnode Baukasten noch ein wenig ausbaufähig. Die Konkurrenten Jimdo und Weebly haben diesbezüglich ein wenig die Nase vorn.

Webnode Vorlagen & Design

Wichtig für jeden Homepage-Baukasten ist, dass man das Design der Seite schnell und einfach ändern kann. 

Wenn du zum Beispiel das Layout der Seite, die Buttons oder die Schriftarten anpassen möchtest, dann klickst du dazu auf das zentrale Menü Einstellungen und anschließend auf das Untermenü Design. All deine Änderungen werden in Echtzeit auf deiner Seite angezeigt.

Wenn du eine Vorlage für eine Unterseite auswählst, dann triff deine Wahl nicht übereilt. Du kannst sie nämlich nachträglich leider nicht mehr ändern. 

Du kannst die gewählte Vorlage aber nachträglich natürlich noch an deinen persönlichen Geschmack und deine individuellen Anforderungen anpassen. Zudem kannst du auch das Layout der Vorlagen nach deinen Vorstellungen verändern.

Webnode handelt das Thema Farben sehr praktisch. Du kannst Haupt- und Komplementärfarben für deine Seite bestimmen. Ganze vordefinierte Farbpaletten findest du unter Erweiterte Einstellungen.

Selbstverständlich kann man auch andere Schriftarten einstellen. Der Upload von eigenen Schriftarten ist aber leider nicht möglich. Dafür kannst du aber im System eigene Buttons designen und ihnen eine andere Form, Größe, Rahmenbreite und so weiter verpassen. 

Grundsätzlich sind Webnode-Seiten responsiv. Sie werden also auf allen Endgeräten abhängig von der Display-Größe korrekt dargestellt. 

Leider gibt es bei Webnode keinen einfachen Vorschaumodus – ein fetter Minuspunkt. Da muss der Anbieter dringend nachliefern.

Webnode Domain

Kostenlose Webseiten werden auf einer Subdomain von webnode.com gehostet. Als Profi brauchst du aber eine eigene Domain, die es erst ab dem Mini-Paket mit einem Jahr Laufzeit gibt. 

Eine Domain-Verlängerung kostet zwischen 20-30 Euro pro Jahr. Der Preis hängt dabei von der Länder-Domain ab (zum Beispiel .de oder .com). Wenn du schon eine Domain besitzt, dann kannst du sie auch zu Webnode übertragen.

Webnode Sprachen & Lokalisierung

Webnode ist der führende Anbieter unter den Homepage-Baukästen, wenn es um das Thema multilinguale Webseiten geht. Das Standard-Paket unterstützt zwei Sprachen. 

Wenn deine Webseite mehrsprachig sein soll, dann benötigst du das Profi-Paket. Hier wird eine unbegrenzte Anzahl an Sprachen unterstützt, wobei die Webseite in maximal 24 Sprachen angezeigt werden kann. 

Leider wird bei Online-Shops völlig unverständlicherweise keine Mulitlingualität unterstützt.

Webnode E-Mail-Konten

Für eine oder mehrere eigene E-Mail-Adressen brauchst du das Mini-, Standard- oder Profi-Paket sowie eine eigene Domain. 

Beim Mini-Paket kannst du lediglich eine E-Mail-Adresse einrichten. 20 sind es im Standard-Paket und 100 im Profi-Paket.

Webnode Online-Shop

Für einen Webnode Online-Shop benötigt man entweder den Standard- oder den Profi-Tarif. Die Shop-Funktion kannst du zwar auch in der kostenlosen Version testen, aber dort nichts verkaufen. 

Du entscheidest dich entweder direkt nach der Registrierung für einen Shop oder du integrierst einen auf einer Unterseite deiner Website.

Für das Design deines Shops stehen gerade einmal 14 Templates zur Wahl – wirklich berauschend ist das nicht. 

Du kannst Produkte mit Bildern inklusive Kurz-Beschreibungen einstellen, den jeweiligen Lagerbestand festlegen und Produktvarianten definieren. Das reicht wie bei Jimdo nur aus für kleinere Shops mit wenigen Produkten.

Die Zahlungsarten sind (wie bei den meisten Homepage-Baukästen auch) recht beschränkt: Neben Barzahlungen und Überweisungen sind nur Zahlungen per Nachnahme, PayPal und Stripe möglich.

Ein weiterer Minuspunkt: Wenn du digitale Produkte verkaufen willst, dann bist du bei Webnode falsch aufgehoben. Du brauchst dann eine Alternative wie beispielsweise Shopify oder GoDaddy.

Aufgrund der recht beschränkten Einsatzmöglichkeiten und der limitierten Zahlungsmöglichkeiten ist ein Webnode Online-Shop nur etwas für Starter, die gerade ihre ersten Schritte im E-Commerce gehen.

Webnode Editor Website

Eines der Highlights von Webnode ist die so genannte Editor Website-Funktion, die du unter den Einstellungen deiner Seite findest. Damit kannst du weitere Personen einladen, damit sie mit dir gemeinsam an deiner Seite arbeiten. 

Damit aber noch nicht genug: Du kannst deinen Mitarbeitern Aufgaben und Rollen zuweisen.

Mit dem Rollenkonzept verteilst du die Arbeit nicht nur. Du kannst sie auch in inhaltliche und administrative Aufgaben unterteilen. 

Diese klare Aufgabentrennung hat unter anderem den Vorteil, dass du die Verwaltung deiner Seite kompetenten Mitarbeitern überlassen kannst, die auch wirklich wissen, was sie tun. 

Zugleich müssen sich die Content-Ersteller keine Sorgen machen, dass sie versehentlich etwas kaputtmachen.

Natürlich kannst du auch die alleinige Kontrolle über deine Seite behalten und deinen Mitarbeiter nur rein inhaltliche Aufgaben zuweisen.

Webnode SEO

Ob du nun eine Webseite oder einen Shop hast: So oder so musst du dafür sorgen, dass du möglichst schnell von vielen Besuchern beziehungsweise Kunden gefunden wirst. Qualifizierter Traffic ist dabei alles. 

In anderen Worten: Ohne Suchmaschinenoptimierung beziehungsweise SEO (Englisch für Search Engine Optimization) geht es einfach nicht.

Webnode stellt ein paar Basis-SEO-Funktionen zur Verfügung. Du kannst beispielsweise Seitennamen, Meta-Beschreibungen und Keywords festlegen. Webnode liefert zum Thema SEO einige Artikel allgemeiner und spezieller Natur in seinem Handbuch.

Webnode Blog

Wenn du als Ergänzung einen kleinen Blog mit grundlegenden Funktionalitäten auf deiner Seite haben möchtest, dann kannst du einen (wie jede andere Unterseite auch) über das Seiten-Menü hinzufügen. 

Du hast die Möglichkeiten, neue Blog-Einträge anzulegen, die Einträge zu verwalten (inklusive SEO-Funktionen) und das Layout des Blogs zu ändern.

Wenn du einen „ausgewachsenen“ Blog haben möchtest und zum Beispiel Tags vergeben oder deine Blog-Beiträge nach Kategorien sortieren willst, dann ist WordPress die eindeutig bessere Wahl für dich.

Webnode Besucherstatistiken

Statistiken können bereits in der kostenlosen Webnode-Version genutzt werden. Der Editor liefert dir einen einfachen Überblick über deine Besucherzahlen und wie oft die Seiten aufgerufen wurden. Der Zeitraum ist hierbei aber auf 30 Tage beschränkt.

Wenn du zudem wissen möchtest, woher dein Traffic kommt und was auf deiner Seite bei Besuchern besonders gut ankommt, dann musst du dich für den Mini-, Standard- oder Profi-Tarif entscheiden. 

Du siehst hier auch die Verweisseiten, also die jeweilige Seite, auf der ein Besucher war, just bevor er auf deine Seite gekommen ist. Zeitlich gibt es bei allen drei Varianten keinerlei Einschränkungen.

Du hast auch die Möglichkeit, Google Analytics einzubinden. Informiere dich aber vorher unbedingt genau, welche Daten du sammeln darfst und welche nicht. 

Das ist aus Sicht der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) klar geregelt. Verstöße gegen den Datenschutz können sehr teuer werden.

Webnode Preise – Ist es das Geld wert?

Webnode bietet eine kostenlose Basisversion mit eingeschränkten Funktionen an, die aber für professionelle Zwecke nicht ausreicht. 

Es gibt vier kostenpflichtige Premium-Pakete, die allesamt jährlich zu zahlen sind. Eine eigene Domain ist ab dem Mini-Tarif inklusive. Erst ab dem Standard-Tarif schaltet Webnode keine Werbung mehr.

  • Limited: 3 Euro/Monat für 100 MB Speicher und 1 GB Bandbreite
  • Mini: 5,50 Euro/Monat für 500 MB Speicher, 3 GB Bandbreite und 1 E-Mail-Konto
  • Standard: 9,90 Euro/Monat für 2 GB Speicher, 10 GB Bandbreite, 20 E-Mail-Konten und Shop-Unterstützung
  • Profi: 17,90 Euro/Monat für 5 GB Speicher, unbegrenzte Bandbreite, 100 E-Mail-Konten und Shop-Unterstützung

Webnode Datensicherheit & DSGVO-Konformität

Mit Webnode kannst du Back-ups erstellen, um dich so beispielsweise vor Datenverlust oder Hacks zu schützen. Das ist aber nur in den Premium-Paketen möglich. Webnode erstellt immer drei Back-ups, die du jederzeit einspielen kannst:

  • vom Vormittag des gestrigen Tages
  • vom vergangenen Sonntag
  • vom Sonntag vor zwei Wochen

Die Webnode-Server stehen in der EU und zwar in Tschechien. Das ist aus Sicht der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) schon einmal sehr vorteilhaft. 

Du kannst praktischerweise einen Cookie-Banner in den Einstellungen aktivieren. Gültige Rechtstexte hingegen musst du selbst hinzufügen. 

Hier empfiehlt es sich, entweder zum Anwalt zu gehen oder auf eine Rechtsberatung wie die IT Recht-Kanzlei zu setzen. Auch der Händlerbund kann helfen.

Welchen Kunden-Support bietet Webnode?

Wenn man ein Premium-Paket hat, dann hat man Anspruch auf den sogenannten „Premium-Kundendienst“. Der ist werktags telefonisch und per E-Mail erreichbar. Wenn du am Wochenende ein Problem hast, benötigst du natürlich ein wenig Geduld. 

Du kannst aber auch die Hilfe-Seite von Webnode nutzen und selbst nach einer Lösung für dein Problem suchen. Diese bietet sehr ausführliche Erklärungen zu vielen verschiedenen Themen.

Bemerkenswert ist, dass der Support in 20 Sprachen verfügbar ist, was sehr gut zu der Internationalität von Webnode passt.

Webnode Alternativen

Wie du gesehen hast, hat Webnode seine Stärken und Schwächen. Auch diese Homepage-Baukästen sind womöglich interessant für dich:

  • Jimdo: Von der Bedienung her ist Jimdo kaum zu schlagen. Künstliche Intelligenz (KI) verbessert hier noch die Benutzererfahrung.
  • Weebly: Wenn du vor Shopify zurückschreckst und eher einen Homepage-Baukasten für einen Webshop suchst, dann ist Weebly ideal für deine Zwecke.
  • Webflow: Dieser Baukasten ist genau richtig für dich, wenn du dich gut mit dem Thema Design auskennst und deine Website ganz nach deinen Vorstellungen gestalten möchtest.

Fazit: Finales Urteil

Meine Webnode Erfahrungen sind durchaus ein wenig zwiegespalten. Auf der einen Seite ist die Lösung ideal für multilinguale Webseiten. Großartig ist auch das Feature der kollaborativen Zusammenarbeit mit klaren Aufgaben- und Rollenverteilungen.

Auf der anderen Seite ist die Bedienbarkeit von Webnode auf jeden Fall noch ein wenig steigerungsfähig. Ein Kritikpunkt ist auf jeden Fall die Tarifgestaltung. Unerfreulicherweise muss man immer für ein Jahr im Voraus bezahlen.  Ein flexibles Preismodell mit monatlicher Zahlungsweise wäre wesentlich kundenorientierter.

Wenn dich die Kritikpunkte nicht stören, dann kannst du natürlich Webnode durchaus eine Chance geben. Eine ordentliche Portion Charme hat die Lösung allemal. 

Wer aber doch zu einer anderen Lösung tendiert, der sollte Mal Jimdo, Weebly, Wix & Co. austesten. So oder so: Jeder Topf findet seinen Deckel.