Unternehmen gründen: Schritt-für-Schritt Anleitung in 2021

Ein Unternehmen zu gründen ist wie die Besteigung eines Achttausenders. 🙂

Viele haben diesen Traum und nur wenige setzen ihn um. Es ist die Ehrfurcht den ersten Schritt zu gehen. Viele Stellen sich die Fragen:

Werde ich das Ziel je erreichen?
Werde ich auf dem Weg scheitern? 

Deswegen habe ich für dich in diesem Blogpost eine Schritt-für-Schrittanleitung erstellt. Du wirst lernen, wie du in nur wenigen Schritten dein Unternehmen gründen kannst. 

Heutzutage ist es so einfach wie noch nie ein Unternehmen zu gründen.

Und hier sind die Schritte, die du lernen wirst:

Deine Firma Gründen in wenigen Schritten

1. Warum ein Unternehmen gründen?

Die Fragen nach dem “Warum” ist eine, die du dir vermutlich in vielen Lebenslagen stellst. Es ist nicht immer einfach eine Antwort darauf zu finden. 

Wenn du dein Unternehmen gründen willst ist es aber wichtig, dass du weißt, was dich auf lange Sicht antreibt. 

Laut einer Studie der KfW Bank gaben 41 % der Gründer an die Unabhängigkeit sein das Hauptmotiv ihrer Gründung. Es ist die Unabhängigkeit darüber zu entscheiden, wann du mit wem an etwas arbeitest. 

Wenn du ein Unternehmen gründen willst, kannst du eine andere Art Freiheit genießen, als in einem Angestelltenverhältnis. Eine Firma zu gründen kann dir folgende Freiheiten bieten: 

  • Die zeitliche Freiheit. Einfach zu entscheiden, wann du an einem bestimmten Projekt arbeitest und wann du dir einen Tag Pause gönnst.
  • Die räumliche Freiheit. Nicht jede Unternehmensgründung kann dir diese räumliche Freiheit bieten. Dennoch gibt es immer mehr Geschäftsmodelle, die dir die Ortsunabhängigkeit bieten.

Das Geld spielt bei den meisten Gründern die zweitwichtigste Rolle. Es ist meistens das höhere Einkommen, dass dir diese Freiheit bieten kann, die viele als das Hauptmotiv ihrer Gründung sehen.

Ein eigenes Unternehmen kann dir auch zu einem höheren Einkommen verhelfen. 

Das höhere Einkommen erfordert von dir allerdings auch eine höhere Risikobereitschaft. Das Einkommen kommt unregelmäßig und du bist selbst dafür verantwortlich.

Wohingegen ein Gehalt in einem Angestelltenverhältnis regelmäßig kommt, auch wenn es mal einen Monat schlechter läuft.

Dafür kannst du als Unternehmer dafür sorgen, dass dein Gehalt täglich steigt.

Vielleicht ist für dich die Unabhängigkeit und das Finanzielle nicht dein Hauptmotiv. 

Sondern du möchtest einfach eigenen Projekte umsetzen, die dir Spaß machen. Laut einer Studie sind 47 % der Arbeitnehmer unzufrieden mit ihrem Job. 

Es ist erschreckend zu sehen, dass fast die Hälfte der Menschen morgens aufstehen, um einer Tätigkeit nachzugehen, die ihnen keinen Spaß bereitet. 

Da kann die Gründung eines Unternehmens der richtige Weg sein. Wenn du deinen langen gehegten Traum mit deinem eigenen Unternehmen umsetzt kannst. 

Wenn du eine Person bist, die nicht so risikobereit ist, kannst du auch anfangen erst einmal nebenberuflich zu gründen.

Ich komme später nochmals auf die nebenberuflich Gründung zurück.

Du solltest dir darüber Gedanken machen, was dich wirklich antreibt und ob dieses Motiv, dich auf lange Sicht motivieren kann.

Deine persönliches Warum zu finden ist ein umfassendes Thema und benötigt mehr Details, als ich hier schreiben kann. Zum Glück kann ich dir noch weitere gute Ressourcen anbieten, damit du dich mit dem Thema tiefer beschäftigen kannst:

2. Gründe im Haupt- oder Nebengewerbe

Dein Unternehmen kannst du im Haupt- oder im Nebengewerbe gründen. Die nebengewerbliche Gründung ist nicht in allen Geschäftsmodellen umsetzbar. 

Dennoch gibt es immer mehr Geschäftsideen, die du neben deinem Hauptjob umsetzen kannst. Beide Formen haben ihre Vor- und Nachteile.

Unternehmen gründen im Hauptgewerbe

Vorteile:
  • Du hast mehr Zeit dich deinem Unternehmen zu widmen. Wenn deine Hauptaufgabe dein Unternehmen ist kannst du täglich viele Stunden investieren.
  • Du bist engagierter. Es ist das einzige Projekt, dass dich täglich beschäftigt und kannst deine ganze Kraft deinem Unternehmen widmen.
  • Du arbeitest fokussierter. Wenn deine Selbstständigkeit, dein einziges Projekt ist, kannst du vollen Fokus auf diese Aufgabe legen.
  • Du kannst die Zeit frei einteilen. Vielleicht bist du eine Person, die am Morgen am produktivsten ist. Oder du bist eine Person, die gerne Nachtschichten eingelegt. Wenn du hauptberuflich gründest, kannst du frei über deine Zeit verfügen.
Nachteile:
  • Du brauchst Geld für deinen Lebensunterhalt. Dein Unternehmen wird besonders in der Gründungsphase vielleicht noch kein Geld erwirtschaften. Dennoch benötigst du Geld, um deine Miete, Krankenversicherung und andere Fixkosten zu denken.
  • Du solltest mehr Risikobereitschaft haben. Alles steht und fällt mit dem langfristigen Erfolg deines Unternehmens. Lasse dich davon trotzdem nicht entmutigen.
  • Du benötigst einen größeren Kapitalbedarf. Du benötigst mehr Geld, um alle deine laufenden Kosten im Unternehmen und Privatleben decken zu können.

Die nebengewerbliche Gründung hingegen ist ein Trend, der sich in den nächsten Jahren immer mehr durchsetzen wird.

Wenn Arbeitnehmer unzufrieden sind, werden sie eigene Projekte neben ihrem Hauptjob umsetzen.  

Es gibt immer mehr Geschäftsidee, die über das Internet umgesetzt werden können. Wenn du z.B. Produkte verkaufen willst, kannst du diese über Ebay oder Amazon verkaufen. 

Du musst nicht wie früher einen Laden eröffnen, der erhebliche Fixkosten verursacht. Vieles ist flexibler geworden. Dies ermöglicht ganz anderen nebenberufliche Möglichkeiten. 

Unternehmen gründen im Nebengewerbe

Vorteile:
  • Du kannst mit weniger Risiko gründen. Dein Hauptjob deckt deine Lebenshaltungskosten. Außerdem bist du über deinen Hauptjob sozialversichert.
  • Du kannst dein Einkommen in Unternehmen investieren. Das Geld, das du in deinem Hauptjob verdienst, kannst du in dein Unternehmen investieren. 
Nachteile:
  • Die Work-Life-Balance. Es ist schwierig eine Balance zwischen Hauptberuf, nebenberuflichem Gewerbe und Freizeit sowie Familie zu finden. Irgendetwas wird immer leiden.
  • Du musst super organisiert sein. Wenn du nebenberuflich gründest und Abends die Wahl zwischen der Couch und deinem Nebengewerbe hast, wie die Wahl auf die Couch fallen.

    Lege am Abend vorher fest, welches die wichtigsten Aufgaben sind, an denen du am nächsten Tag arbeiten möchtest.
  • Du brauchst Durchhaltevermögen. Es kann lange dauern bis du erfolgreich bist. Wenn eine andere Person, die den gleichen Wissensstand wie du hat und im Hauptgewerbe gründet, wird diese Person schneller an ihr Ziel kommen. 
  • Du benötigst viel Motivation. Das kommt wieder auf den Punkt des “Warums” zurück. Du musst wissen was dich langfristig antreibt.
    Es werden immer Tage kommen, wo du dir sagst: Jetzt einfach mal gar nichts machen:-)

Es ist also deine persönliche Entscheidung was für dich die richtige Herangehensweise ist. Beiden können zum Erfolg führen. 

Es kommt einfach sehr auf deine Risikobereitschaft und persönliche Situation an.

3. Finde die Geschäftsidee die zu dir passt

Lass es mich dir gleich sagen. Es gibt nicht die perfekte Geschäftsidee. Es gibt eine Anfangsidee und einen langen Weg des Testens und Lernens, den du gehen musst. 

Viele Unternehmen durchlaufen einen Wandel. Wusstest du das Nokia früher ein Gummistiefel Hersteller war? 

Man glaubt es kaum, aber ja! Nokia war mal ein Gummistiefelhersteller.

Die Geschäftsidee, für die du dich heute entscheidest, wird vermutlich nicht die Geschäftsidee sein, die dich dein Leben lang begleitet.

Den ersten Gedanken, den du haben musst, wenn du über deine Geschäftsidee nachdenkst. Das Unternehmen und dein Produkt muss einen Mehrwert am Markt schaffen. 

Dieser Mehrwert muss von deinen potenziellen Kunden wahrgenommen werden. Daraus resultiert, dass Kunden bereit sind für diesen Mehrwert einen Preis zu bezahlen.

Das ist schon einmal eine Basis, die du immer im Hinterkopf haben muss.

Jetzt werden wir aber mal konkreter: 🙂

Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie du das Thema Geschäftsidee angehen kannst. 

Du solltest dir die folgenden Fragen stellen:

Hast du besondere Hobbys oder Interessen?

Nahezu jedes Hobbys oder Interesse hat das Potenzial zu einer interessanten Geschäftsidee zu werden. 

Wenn du zum Beispiel Golfspieler bist, wird es immer Menschen geben, die ihren Abschlag verbessern wollen.

Wenn du die Person sein kannst, die ihnen das beibringen kann und das in ein konkretes Geschäftsmodell umwandeln kann, werden Menschen bereit sein dafür etwas zu bezahlen.

Oder wenn du dich zum Beispiel sehr für Kunst interessiert, könntest du einen virtuellen Kunsthandel eröffnen.

Du musst deiner Kreativität freien Lauf lassen. Es gibt sehr viele Hobbys und Interessen, die Menschen haben und in denen sie sich verbessern möchten.

Wonach fragen dich Freunde oder Bekannte nach Hilfe?

Bist du die erste Person in deinem Bekanntenkreis die gefragt wird, wenn es darum geht Fahrräder zu reparieren? 

Wenn das du bist, dann könntest du z.B. Online Kurse erstellen, wie erstelle ich einen Schaltung ein. Oder wie baue ich ein eigenes Fahrrad zusammen? 

Denke darüber nach, was du besser kannst als Freunde oder Bekannten.

Wo hast du ein besonderes Wissen?

Hast du vielleicht eine besondere Expertise, die du während deines Arbeitslebens oder Studium gelernt hast? 

Es geht nicht darum, dass du der Topexperte in deinem Bereich bist. 

Es geht darum, dass du mehr Wissen hast als die Allgemeinheit.

Wenn du in deinem Leben erfolgreich z.B. abgenommen hast kannst du anderen Menschen mit deinem Wissen unterstützen. Du musst dabei kein ausgebildeter Ernährungsexperte sein. 

Was sind neue Trends?

Analysiere aufkommende Trends. Eine andere Herangehensweise kann es sein, dass du analysiert welche Trends gibt es zurzeit. Mit Trends meine ich nicht “One-Hit-Wonders” wie der Fidget Spinner. 

Ich meinen Trends, die nachhaltig sind und einen Mehrwert am Markt schaffen.

Eine gute Anlaufstelle, um Trends zu analysieren ist Google Trends

In folgendem Beispiel kannst du sehen, dass „Vegan“ einen Begriff ist der einen klaren Aufwärtstrend hat. 

Viele Menschen versuchen sich bewusster zu ernähren. Manche von ihnen entscheiden sich auf eine pflanzen basierte Ernährung umzustellen.

Ein weiteres Beispiel ist Tesla:

Tesla hat den Trend erkannt, dass es eine Alternative zum Verbrennungsmotor geben sollte. Sie haben den Trend der Elektromobilität erkannt.

Verbessere ein Produkt

Was du außerdem machen kannst in ein bestehendes Produkt zu verbessern. Du kennst ein Produkt, das schon erfolgreich ist.

Dieses hat aber bestimmte Merkmal, die du verbessern kannst. Wenn es sich um physisches Produkt geht ist Amazon einen super Anlaufstelle. 

Schaue dir die Kommentare von Produkte an, die sich gut verkaufen. 

In folgendem Beispiel:

Ich habe eine Yogamatte als Beispiel genommen. Ein Topseller bei Amazon. 

Dann schaust du dir die negativen Bewertungen an:

In diesem Fall hat der Kunde sogar genau aufgelistet was an dem Produkt nicht zufriedenstellend ist. 

Wenn du also Yogamatte herstellen möchtest wären, das der perfekte Anhaltspunkt was du an deinem Produkt verbessern könntest.

Erkenne veränderte Marktbedürfnisse

Wenn du daran denkst, war es früher normal ein ganzes Regal vollen CDs und DVDs zu haben.

Heutzutage hast du alles in deinem Smartphone dabei. 

Ein Beispiel für eine Marktveränderung wäre z.B. Spotify oder Netflix. Früher hatte man physische Datenträgern wie CDs oder DVDs.

Heutzutage Stream man alles aus dem Internet. Neue Technologien wie das Internet ermöglichen es neue Produkte zu entwickeln.

Wo wollen Menschen Geld sparen?

Ein weiteres Beispiel ist Carsharing. Früher musste man ein Auto besitzen oder einen ganzen Tag ein Auto mieten. Wenn man auch nur mal kurz zu IKEA zu fahren wollte. 

Diese veränderten Bedürfnisse hat Carsharing ermöglicht. Es spart Menschen die kosten ein Auto zu unterhalten. 

Erkenne Probleme von Menschen

Jeder Mensch hat Probleme und findet gerne Lösungen zu diesen.

Wenn du mit deinem Produkt oder Dienstleistung ein Problem lösen kannst ist das eine gute Möglichkeit eine Geschäftsidee zu entwickeln. 

Eine gute Anlaufstelle ist, dass du einfach mal bei Quora schaust, was die Menschen so an Fragen stellen.

In folgendem Beispiel fragt eine Person, wie sie am schnellsten abnehmen kann. 

Wenn du eine Person bist, die ein besonders Wissen hat.

Dies kann dir Ideen geben was andere Menschen beschäftigt und vielleicht hast du dieses Problem in deinem Leben schon lösen können. 

Ich habe noch weitere interessante Ressourcen zum Thema Geschäftsideen und Nische für dein Unternehmen finden:

4. Finde die für dein Unternehmen passende Rechtsform 

Die Wahl der richtigen Rechtsform ist ein wichtiger Aspekt bei deiner Gründung. Du kannst zwischen zwei Gruppen unterscheiden: Personengesellschaft und Kapitalgesellschaften. 

Zu den Personengesellschaften zählen die: EU, e.K. GbR

Zu den Kapitalgesellschaften zählen die: GmbH, UG, AG, K

In folgendem Schaubild kannst du sehen, dass ein Großteil, der in Deutschland gegründeten Unternehmen Einzelunternehmen sind. 

Welche Rechtsform die richtige Rechtsform für dein Unternehmen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. 

Folgende Vor- und Nachteile haben Personen oder Kapitalgesellschaften:

Personengesellschaften

Vorteile: 
  • Einfache und kostengünstig gründen. Du benötigst keine Beratung von einem Anwalt und benötigt nur eine Gewerbeanmeldung.
  • Weniger bürokratische Hürden. Du musst nur wenige Formulare bei deiner örtlichen Behörde ausfüllen.
  • Buchhaltung vereinfacht. Du musst deinen EÜR abgeben und keine Bilanz. Die EÜR ist ein Dokument in dem du deinen Ausgaben und Einnahmen gegenübergestellt.
Nachteile: 
  • Persönliche Haftung. Du musst mit deinen persönlichen Kapital haften.
  • Keine Haftungsbeschränkung. Die Haftung einer Personengesellschaft ist nicht begrenzt

Kaptialgesellschaft

Vorteile:
  • Die Haftung beschränkt. Die Haftung einer Kapitalgesellschaft ist auf die Stammeinlage begrenzt 
  • Es ist eine juristische Person. Das bedeutet, dass die Kapitalgesellschaft eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzt.
Nachteile: 
  • Gründungskosten sind höher. Bei der Gründung einer Kapitalgesellschaft benötigst du professionelle Hilfe eines Anwalts und Notars.
  • Bürokratischen Hürden. Du musst mehr Behördengänge erledigen, außerdem musst du Verträge formulieren
  • Buchführungspflichten. Die Buchführungspflichten sind viel umfassender, da du mit der Hilfe eines Steuerberaters eine Bilanz erstellen musst. 

Hier sind noch weitere hilfreiche Ressourcen, wenn es um die Wahl der richtigen Rechtsform geht:

5. Eröffne dein Geschäftskonto 

Das ganze Geld, was du mit deinen Unternehmen verdienst, sollte nicht unter deinem Kopfkissen landen 🙂 Viel besser liegt es auf deinem Geschäftskonto.

Ein Geschäftskonto zu eröffnen ist keine Pflicht, solange du einen hast.

Ich würde dir allerdings dringend dazu raten trotzdem ein Geschäftskonto zu eröffnen. Dann kannst du besser deine privaten von deinen geschäftlichen Ausgaben trennen.

Wenn du eine Kapitalgesellschaft gründest, ist die Eröffnung eines Geschäftskontos Pflicht. Du musst bereits bei der Gründung Geld für das Stammkapital hinterlegen. Dieses Geld musst du auf dem Geschäftskonto hinterlegen.

Bei der Eröffnung eines Geschäftskontos hast du zwei Möglichkeiten 

Filialbank: 

Das kann die Sparkasse um die Ecke sein oder eine andere Filialbank. Eine Filialbank bietet sich dann an, wenn du gerne einen persönlichen Ansprechpartner hast.

Online Bank: 

Bist du eher eine Person, die alles schnell Online erledigen will, dann ist eine Onlinebank die richtige Wahl.

Solltest du eine Onlinebank auswählen, musst du darauf achten, dass diese Onlinebank auch Kapitalgesellschaften unterstützt. Nicht alle Onlinebanken unterstützen Kapitalgesellschaften.

Die Wahl des richtigen Geschäftskontos ist ein ausführliches Thema, das ich hier nur kurz beschrieben habe. Du findest aber folgende interessante Ressourcen:

6. Organisiere deine Buchhaltung und Steuern

Jetzt kommt das Lieblingsthema der meisten Unternehmer. Die Buchhaltung 🙂 

Ich empfehle dir ab dem ersten Tag ein System zu haben wie du Rechnungen ablegen willst. 

So hast du ab dem ersten Tag eine Übersicht über die Zahlen deines Unternehmens. Außerdem wird es dir dein Steuerberater danken. 

Ein Schuhkarton mit Rechnungen ist kein System. 🙂 Du willst ja nicht, dass die nächste Steuererklärung bei dir so aussieht …

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Bereits ab der Gewerbeanmeldung solltest du deine Rechnungen systematisch ablegen.

Das kann entweder in einem physischen Ordner sein oder einem digitalen Ordner auf der Cloud. Ich persönliche nutze G-Suite als Cloud-Lösung.

Außerdem kannst du mittlerweile auch Dokumentenscanner Apps wie z. B. iScanner nutzen, die automatisch eine Kopie deiner Rechnung in der Cloud ablegen.

Ob du für deine Buchhaltung eine einfache Excel-Tabelle oder einem Programm nutzt, musst du selber entscheiden. 

Ein Programm kann dir viel Arbeit abnehmen und Prozesse automatisieren. Es kommt auch darauf an, welche Art von Rechtsform dein Unternehmen hat. 

Wenn du Kleinunternehmen bist, kannst du deine Buchhaltung und Steuererklärung noch selber erledigen und eine Excel-Tabelle reicht

Als Einzelunternehmen der unter 25 000 Euro Gewinn und unter 600 000 Umsatz machst erstellt du keine Bilanz, sondern eine EÜR.

Die EÜR ist eine vereinfachte Bilanz mit der du einfach deinen Einnahmen deinen Ausgaben gegenüber stellen.

Wenn du allerdings eine Kapitalgesellschaft hast und musst du jedes Jahr eine Bilanz abgeben.

Deswegen ist es wichtig eine gut sortierte Buchhaltung zu haben. Ab diesem Punkt ist es empfehlenswert ein Programm zu nutzen

Es gibt z. B. Programme wie Lexoffice oder Sevdesk, die dich dabei unterstützen die vorbereitende Buchhaltung zu machen.

Auf die Buchhaltung, die du in der Software gemacht hast, kann dein Steuerberater über eine Schnittstelle zugreifen.

7. Kläre welche Versicherungen du benötigst

Auch wieder so ein interessantes Thema. Die Versicherungen. Das ist eins der Lieblingsthemen der Deutschen.

Wusstest du, dass jeder Deutsche im Schnitt 6 Versicherungen hat 🙂

Aber auch als Unternehmer benötigen wir welche.

Wie Viel das sind, hängt von deiner persönlichen Situation ab und auch von deiner Risikobereitschaft, welche Risiken du decken möchtest.

Du kannst Versicherungen zwischen zwei Kategorien unterscheiden: 

Versicherungen gegen persönliche Risiken 

Als Unternehmern musst du einen haben. Diese Krankenversicherung kann gesetzlich oder privat sein.

Wenn du nebenberuflich gründest, zahlt dein Hauptarbeitgeber deine Sozialversicherung.

Versicherungen gegen betriebliche Risiken

Diese Versicherungen sind keine Pflicht aber empfehlenswert

Betriebshaftpflicht: Diese schützt dich vor eventuellen Schadensersatzansprüchen von Kunden oder Lieferanten.

Produkthaftpflicht: Diese schützt die vor eventuellen Schadensersatzansprüchen aufgrund von fehlerhaften oder defekten Produkten.

Wenn du dich mit dem Thema Versicherungen tiefgründiger beschäftigen willst, habe ich für dich weiter Ressourcen:

8. Positionieren dein Unternehmen im Markt

Wenn du dein Unternehmen gründest, solltest du dir ab dem ersten Tag überlegen wie du es am Markt positionieren willst. 

Für den Anfang solltest erst einmal eine Nische belegen, die du immer noch hinterher ausweiten kannst, wenn dein Unternehmen wächst. 

Eine klare Positionierung hilft dir dabei die richtigen Produkte zu definieren, sowie die passenden Preise zu definieren. Du solltest du also bei dieser Aufgaben Zeit lassen. 

Deinen Marktpositionierung kann die dabei helfen: 

  • Höherer Preise zu erzielen. Wenn du einen bestimmten Nischenmarkt belegt werden Kunden bereit sein für das spezialisierte Produkt mehr zu bezahlen.
  • Als Autorität am Markt wahrgenommen zu werden. Kunden die dein Unternehmen mit deiner bestimmten Marktnische verbinden, werden schnell vertrauen in dein Unternehmen gewinnen.

In der folgenden Übersicht kannst du eine Positionierungsmatrix für den Automobilmarkt sehen. Es wird Preis und Qualität als Einflussfaktoren gewählt. 

Du kannst für deine Produktidee eine ähnliche Übersicht erstellen. Diese Positionierung hilft dir dabei zu Wissen wofür dein Unternehmen stehen und wofür nicht.

Diese klare Positionierung wird von deinen potenziellen Kunden wahrgenommen.

9. Kenne deinen Markt

Jeder Unternehmer sollte seine Konkurrenz kennen. Die direkte und indirekte Konkurrenz. 

Jetzt fragst du dich was ist der Unterschied? 

Wenn du Yoga Matte verkaufen willst, ist deine direkte Konkurrenz, alle die Unternehmen, die auch Yogamatten verkaufen. 

Deine indirekte Konkurrenz wären alle Unternehmen, die Gymnastikmatten verkaufen. Das Produkt deiner indirekten Konkurrenz kann ähnliche Bedürfnisse erfüllen. 

Sage mir jetzt aber nicht. “Auf meinen Markt gibt es keine Konkurrenz.” 🙂

Nenne mir ein erfolgreiches Produkt, das keine Konkurrenz hat. Es gibt immer direkte oder indirekte Konkurrenz. 

Wenn du keine Konkurrenz findest, gibt es entweder keinen Markt oder es gibt keine Nachfrage.

Nutze folgenden Methoden, um mehr über deinen Markt zu erfahren:

  • Teste die Produkte der Konkurrenz. Kaufe das Produkt deiner Konkurrenz und prüfe es auf Herz und Nieren. Was machen sie gut? Was könnten sie verbessern? Was könnte dein Alleinstellungsmerkmal sein?
  • Lese Meinungen über das Konkurrenzprodukte. Was ist die Meinung von Kunden über das Produkt? Wird das Produkt über Amazon verkauft? Ja, dann lese Bewertungen. 
  • Frage deine Kunden. Wenn du erste Kunden gefunden hast, ist das eine super Quelle. Frage deine Kunden, welche Produkte der Konkurrenz sie noch in Erwägung gezogen haben.
  • Mache eine Google Suche. So banal es klingen mag. Einfach mal deine Geschäftsidee eingeben und schauen, wer noch so alles in den Suchergebnissen auftaucht.
  • Lese Social Media Kommentare. Gehe auf die Social-Media-Kanäle deiner Konkurrenten und lese die Kommentare.

    Pro Tipp: Klicke die Profile, der Personen an, die Kommentare oder Likes hinterlassen haben. 
  • Suche nach Foren und Communities. Wenn du auf Google gehst kannst du eine Suche nach Foren machen. Du gibst z.B. “Forum: Auto” ein, dann werden dir alle Foren angezeigt, in dieser bestimmten Nische.

Kenne deine Konkurrenz, damit du weißt, wer dein Markt ist und deinen Zielkunden.

Solltest du externe Investoren benötigen, zeigt dies, dass du Ahnung von deiner Industrie hast.

Es gibt dir auch die Möglichkeit sich mit ihnen zu messen. Wenn du es nicht machst werden es deinen Kunden machen.

10. Erstelle deine eigenen Kundenpersonas

Es ist nicht nur wichtig, dass du deinen Markt kennst, sondern auch deine Zielkunden. Diese Zielkunden können über sogenannten Kunden-Personas entwickelt werden:

“Die Persona ist ein wesentlicher Bestandteil zur Entwicklung eines Produktes/Services. Im Design-Thinking-Prozess dient sie dabei als gedankliche Projektionsfläche für die Entwicklung neuer Ideen: „Für wen entwickle ich das gerade…?“

Mit einer Kunden-Persona stellst du erst einmal eine Hypothese auf wie dein Zielkunde aussehen könnte

Diese Hypothese kannst du zu einem späteren Zeitpunkt überprüfen. Du kannst dafür einfach deine bestehenden Kunden befragen

Diese Befragungen werden deine Hypothese bestätigen oder entkräften.

Wenn du einmal die Kundenpersona definiert hast kannst du die Kunden Persona bei allen deinen Entscheidungen rund um dein Unternehmen oder Produkt nutzen. 

So kannst du dich besser in deine Zielkunden hineindenken.

Du solltest dir auf jeden Fall auch einen Kunden Personas erstellen. Ich habe für dich folgende interessante Resource:

11. Kreiere deinen ersten Prototypen 

Jetzt wird es aufregend. Du kennst deinen Geschäftsidee, Markt und deinen Positionierung. 

Du kannst als nächsten Schritt dein Minimum Viable Product erstellen. 

Ein Minimum Viable Product oder auch bekannt als MVP. Es ist ein Konzept, das von Eric Ries in seinem Buch the Lean Start Up wie folgt beschrieben wurde:

“The minimum viable product is that version of a new product which allows a team to collect the maximum amount of validated learning about customers with the least effort.”

Diese Prototypen zu erstellen ermöglicht es dir möglichst schnell Feedback vom Markt zu bekommen.

In folgendem Schaubild kannst du sehen was ein MVP ist und was es nicht ist. 

Source: Internetdevels.com

Wenn eine Kunde nach einem Transportmittel sucht, um nicht mehr laufen zu müssen ist ein Roller das MVP. Das Auto wäre das fertige Produkt.

Der Kunde könnte dir kein Feedback über dein Auto geben, wenn er nur einen Reifen bekommt.

Wenn dein Produkt ein physisches Produkt ist solltest du mehrere Produktmuster erstellen.

Diese Produktmuster helfen dir dabei, dir das Produkt besser vorstellen zu können. Außerdem kannst du diese Muster bereits potenziellen Kunden zeigen.

Wenn du ein digitales Produkt erstellst, ist es noch einfacher ein MVP zu erstellen. Du erstellst ein erstes Produkt, dass nur ein erstes Interesse am Markt prüft. 

In folgenden Beispiel kannst du das MVP von Buffer sehen. 

Buffer ist heutzutage eines der weit verbreitetsten Lösungen für Social Media Automation. Damals als der Gründer die Produktidee hatte, hat er erst einmal 3 Landingpages erstellt. 

Die erste Page hat das Interesse der Besucher geprüft. Da es das Produkt noch gar nicht gab. Diese Landingpages waren nur dazu gedacht, das Interesse des Marktes zu prüfen.

Wie kannst du dir konkret Feedback einholen:

Wenn du ein Produktmuster hast kannst du eine kostenlose Umfrage mit Google Forms erstellen. 

In dieser Umfrage fragst du deine potenziellen Kunden um ihre Meinung zum MVP. Daraufhin kannst du dieses Feedback in dein Produkt einfließen lassen.

12. Erstelle einen Business Plan 

Ein Businessplan erstellen. Nicht die spannendste Aufgabe 🙂

Es ist dennoch wichtig, dass du einen Businesspläne erstellst, insbesondere wenn du Fremdkapital aufnehmen möchtest

Wenn du allerdings ein kleines Unternehmen oder Solopreneur bist, kannst du ein einfachen Eine-Seiten-Businessplan erstellen.

So kannst du jederzeit sehen, wer dienen Kunden dienen Strategie und dein Markt ist. 

Dein Business plan hilft dir dabei:

  • Deine Geschäftsidee zu konkretisieren. Eine Businessidee, die auf den ersten Anschein gut wirkt kann nach ein paar Gedanken und Analyse sich als nicht tragfähig erweisen.

    Dies kannst z.B. Aufgrund einen nicht existenten Markt, zu viel Konkurrenz oder zu großer Kapitalbedarf.
  • Dein Produkt zu beschreiben. Welches Alleinstellungsmerkmal hat dein Produkt? Warum brauchen Menschen genau dein Produkt?
  • Dein Fahrplan für die Gründungsphase. Der Businessplan ist deine Leitfaden, der dir dabei hilft die ersten Monate oder Jahre eine Blaupause zu haben, an der du dich orientieren kannst.
  • Deine Vision und Ziel zu definieren. Was ist das Ziel deines Unternehmens und welche Vision verfolgst du?
  • Das Marktpotential zu definieren. Wie viel Wachstumspotenzial bietet der Markt? Ist er bereits gesättigt oder ist es ein wachsender Markt?
  • Deine Konkurrenz zu analysieren. Gibt es viele Konkurrenten. Haben diese Unternehmen eine ähnliche Größe
  • Die finanziellen Zahlen zu definieren. Wie ist deine Finanzplanung? Wann erwartest du, dass dein Unternehmen schwarze Zahlen schreibt?

    Wie viel Geld musst du jeden Monat in dein Unternehmen investieren, damit es wachsen kann.
  • Kapitalbedarfsplanung. Aus der Finanzplanung ergibt sich auch die Kapitalbedarfsplanung.

    Wie viel Geld benötigt du in der Gründungsphase. Wie möchtest du die Geschäftsidee umzusetzen?

    Ich habe für dich noch folgende interessante Ressourcen, wenn es um das Erstellen eines Businessplans geht:

13. Kläre den Kapitalbedarf für dein Unternehmen

Jetzt kommen wir zum lieben Geld. Der Kapitalbedarf von Unternehmen ist sehr unterschiedlich.

Je nachdem welche Rechtsform du wählst und welche Art von Unternehmen du gründen willst.

Du solltest immer folgende Bereiche bei deine Kapitalbedarfsplanung im Auge behalten:

Wieviel Geld benötigst du für die Gründung?

Hier spielt die Wahl der Rechtsform eine Rolle. Wenn du eine Kapitalgesellschaft, wie eine GmbH oder AG gründest, benötigst du mehr Kapital als eine Personengesellschaft. 

Die Gründung einer Kapitalgesellschaft erfordert nicht nur das Einbringen von Stammkapital.

Es erfordert auch das du Dienstleistungen von einem Anwalt und Notar in Anspruch nimmst. Eine Personengesellschaft kann hingehen sehr günstig gegründet werden

Wieviel Geld brauchst du in der Gründungsphase?

Das Geld in der Gründungsphase ist das Geld, damit du dein Flugzeug überhaupt zum Fliegen bringen kannst. Du hast meist hohe initiale Gründungskosten.

Das können Herstellungskosten sein für ein physisches Produkt oder Entwicklungskosten für ein Softwareprodukt. 

Außerdem musst du auch in Werbung investieren, damit dein Unternehmen erste Kunden finden kann. “Wer nicht wirbt, stirbt!”

Wie viel Kapitalbedarf benötigst du für deinen Lebensunterhalt?

Was viele noch vergessen ist, dass sie auch nebenher noch leben müssen. Alle deine monatlichen Kosten müssen gedeckt sein. 

Wenn du ein Unternehmen gründest musst du für deine Krankenversicherung selber aufkommen. Dies stellt hohe monatliche Kosten dar.

Wenn du nebenberuflich gründest hast du den Vorteil, dass dein Hauptjob die laufenden Kosten tragen kann. Dein Arbeitgeber übernimmt die Sozialversicherung.

Wie willst du den Kapitalbedarf finanzieren?

Dieser gesamte Kapitalbedarf muss gedeckt werden. Dieses Kapital kann von dir kommen, wenn du dein Unternehmen bootstrappst.

Bootstrapping ist der englische Begriff für das Gründen aus eigenen Mitteln. 

Fast 40 % der Gründer in Deutschland gründen aus eigenen Mitteln.

Im Gegensatz dazu gibt es noch verschiedene Formen der Fremdfinanzierung:

  • Familienkredit: Familienkredit klingt erst einmal nicht so angebracht. Aber du kannst auch mit einem Familienmitglied einen Darlehensvertrag abschließen und das ganze seriös festhalten. In diesem legst du Zinsen und Rückzahldauer fest.
  • Bankkredit: Das ist der klassische Weg einen Gründungskredit von der Bank aufnehmen und mit diesem den Kapitalbedarf decken. Für diesen Fall benötigst du auf jeden Fall einen Businessplan.
  • VC: Venture Capital oder auf Deutsch Risikokapitalgeber. Risikokapitalgebern geben dir Kapital für deine Gründung. Im Gegenzug musst du Unternehmensanteile abgeben. Auch hier wird der Businessplan Pflicht.
  • Crowdfunding: Crowdfunding ist die Möglichkeit Kredite von vielen verschiedene Personen der “Crowd” zu bekommen. Hierfür nutzt man normalerweise spezielle Crowdfunding Plattformen.

    Auf diesen Plattformen stellst du dein Produkt vor und interessierte Personen können in die Gründung investieren. 

14. Finden einen Namen für dein Unternehmen

Der Name deines Unternehmens bzw., der Name für deine Produkte ist ein Auswahlprozess, den du machen muss. 

Es ist der Name mit dem dein Produkt oder Unternehmen in Zukunft in Verbindung gebracht wird. Außerdem ist es Teil deines Außenauftritts deines Unternehmens.

Dein Name sollte einen guten Wiedererkennungswert haben. Er sollte nach Möglichkeit nicht zu lang sein.

Außerdem ist es gut, wenn du einen Namen hast, der sich in vielen Sprachen aussprechen lässt. 

Das Problem ist: 

Die meisten Gründer verschwenden zu viel Zeit bei der Suche nach dem perfekten Namen.

Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die ein Smartphone in der Tasche haben mit dem Markennamen Apfel. 

Hmm Apfel das klingt jetzt auch nicht gerade spannend für das größte Unternehmen der Welt. Folgenden Zitat von Steven Jobs zeigt wie Apple zu ihrem Namen kamen:

„Ich praktizierte mal wieder eine meiner Obstdiäten. Ich war gerade von der Apfelplantage zurückgekehrt. Der Name klang freundlich, schwungvoll und nicht einschüchternd. Apple nahm dem Begriff Computer die Schärfe. Zudem würden wir künftig vor Atari im Telefonbuch stehen.“ 

Er hat einen Namen gewählt und ist bei diesem geblieben. Wenn du ein gutes Produkt hast werden die Menschen mit deinem Markennamen immer ein positives Produkt assoziieren.

Du solltest du darauf achten, dass der Unternehmensname dich nicht einschränkt.

Wenn du in einer Marktnische beginnst, solltest du immer noch die Möglichkeit haben wachsen zu können. 

Erfahre mehr wie du einen Namen für dein Unternehmen erstellt mit folgender Ressourcen:

15. Melde deine Marke an

Wenn du dir einen Markennamen überlegst, solltest du auch prüfen, dass du mit diesem Namen keine Markenschutzrechte verletzt. 

Besonderen, wenn du dich entscheidest ein physisches Produkt herzustellen und darauf Logo und Name drauf zu drucken, solltest du den Namen geprüft haben. 

In deiner Namensfindung kannst du erste Namensideen auf der DPMA Seite prüfen oder auf der Seite des Europäischen Patentamtes.

Das gibt dir eine erste Idee, ob der Name schon vergeben ist. Marken werden in sogenannte Nizza-Klassen eingeteilt. 

Wenn dein Produkt in einer komplett anderen Kategorie ist, kannst du ggf. Den bestehen Namen noch einmal verwenden.

Wenn du dich dazu entscheidest eine Marke anzumelden, rate ich dir einen Anwalt einzuschalten, der dir dabei hilft, die richtigen Schritte zu gehen. 

Du kannst eine deutsche Marke, einen europäische oder eine weltweite Marke anmelden. Das ist natürlich mit gewissen Kosten verbunden. 

16. Definieren das Branding deines Unternehmens

Das Branding deines Unternehmens festzulegen ist ein Schritt, für den du nicht zu viel Zeit aufwenden solltest. 

Wenn du noch keine Marke hast kennt dein Unternehmen sowieso noch niemand. Dennoch solltest du ein einfaches Corporate Design festhalten:

Du erstellst eine kleine Farbpalette mit drei Farben, die für dein Unternehmen stehen. Am besten schreibst du dir die Farbcodes auf, zu deinen passenden Farben. 

Hier mal das Beispiel wie eine Farbpalette für die Farbe Rot aussieht

Diese Farbcodes kannst du immer wieder verwenden, für dein Logo, für deine Homepage etc.

Außerdem solltest du dir noch eine Schriftart aussuchen, die du immer wieder verwendest. Du kannst z.B. die kostenlosen Google Fonts nutzen

Logo erstellen:

Wenn es darum geht ein Logo für dein Unternehmen zu erstellen, hast du 3 Möglichkeiten:

  • Selbst erstellen. Du kannst sehr einfach mit Canva ein eigenes Logo erstellen. Die ist ein Bildbearbeitungsprogramm, dass es dir kinderleicht macht ein Logo umzusetzen. 
  • Günstig erstellen lassen. Außerdem kannst du Logos auf der Freelancer Plattform Fiverr erstellen lassen.

    Fiverr bietet viele verschiedene Dienstleistung an und ist eine Art Freelancer Marktplatz. Dies kann eine gute Lösung sein, wenn du nach der Suche nach einem einfachen Logo bist.
  • Die Profilösung. Die Profilösung wäre es 99Designs zu nutzen. 99Designs ist eine Kreativ-Plattform, auf der du viele verschiedene Angebote in Anspruch nehmen kannst.

    Das Prinzip ist einfach: Du erstellst ein Wettbewerb an dem Designer teilnehmen können. Es gibt einen Gewinn des Wettbewerbs der dein Logo erstellt. Bei 99Designs musst du mit ca. 300 Euro für ein Logo rechnen.

    Du kannst auf 99Designs auch ein komplette Corporate Designs erstellen lassen, wenn dir das alles zu viel Arbeit ist.

Hier habe ich noch weitere interessante Ressourcen, damit du ein passendes Branding für dein Unternehmen findest:

17. Erstelle eine Webseite für dein Unternehmen

Jedes seriöse Unternehme sollte eine schöne Webseite haben. Es ist erstaunlich, dass in Deutschland nur 66 % der Unternehmen überhaupt eine Webseite haben. 

Du solltest zu den 66 % gehören.

Die Webseite ist die Visitenkarte deinen Unternehmen.

In einer Studie von der Stanford University kam zum Ergebnis, dass 75 % der befragten Personen eine Unternehmenswebseite einfließen lassen in ihre Entscheidung, ob sie einem Unternehmen vertrauen.

Würdest du gerne bei einem Unternehmen mit folgender Webseite kaufen? 🙂

Kunden entscheiden innerhalb von 50 Millisekunden, ob ihnen eine Webseite gefällt oder nicht.

Die Webseite ist wie dein Wohnzimmer und es sollte aufgeräumt sein, wenn du Gäste empfängst.

Das Gleiche gilt für deine Internetpräsenz. Du solltest sicherstellen, dass deine Unternehmensseite responsive ist. 

Das bedeutet, dass sie die meisten Endgeräte unterstützt. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Ladezeit nicht zu lange sind.

Seiten, die ewig nicht laden wirken, nicht gerade vertrauenswürdig. Viele Bilder können z.b. Die Ladezeit negativ beeinflussen.

Du hast im Prinzip drei Möglichkeiten dir eine Webseite zu erstellen:

  • Einen Webdesign Service nutzen. Du lässt deine Webseite komplett von einem Freelancer erstellen.

    Wenn du keine Zeit hast oder auch das Wissen gar nicht hast. Ich würde dir aber empfehlen ein Grundwissen aufzubauen, damit du deine Webseite auch eigenständig pflegen kannst.
  • Selbst erstellen mit Homepage Baukasten. Du erstellt eine Webseite mit eine Homepage Baukasten wie Squarespace oder Wix.

    Diese bietet dir die Möglichkeit kinderleicht eine visuell  ansprechende  Webseite kinderleicht zu erstellen.
  • Selbst gehostete WordPress Seite. Die letzte Möglichkeit. Du nutzte eine selbst gehostet WordPress Seite.

    Dies erfordert ein gewisses technische Versiertheit. Allerdings benutzten 40 % der Internetseiten mittlerweile WordPress. Es bietet dir die meisten Freiheiten. Außerdem kannst du auf eine riesige User-Community zugreifen.

Wenn du dein Unternehmen anmeldest, solltest du auch prüfen, dass die Internetdomain noch verfügbar ist. Diese solltest du dir sofort sichern.

Deine Internetseite solltest du haben, sobald du anfängst Kunden zu akquirieren. Die Internetpräsenz deines Unternehmens ist wie die Visitenkarten deines Unternehmens.

Weitere interessante Ressourcen zum Thema Firmen Homepage findest du unter folgenden Links:

18. Gewinne deinen ersten Kunden

Wenn du das alles Geschafft hast, fehlt noch das wichtigste! Die Kunden 🙂

Kundenakquise bleibt eines der größten Probleme der meisten Unternehmen. Du hast ein großartiges Produkt und ein tolles Unternehmen. Es weiß aber keinem was davon.

Kurzfristige Maßnahmen: 

  • Bestehende Plattformen nutzen. Wenn du Produkte bei Amazon verkaufst, profitierst du von Amazon als größte Produktsuchmaschine der Welt. Du hast tausende Kunden, die nach Produkte Suchen.

    Wenn du z.B. Online Kurse anbieten willst, kannst du deine Kurse bei Udemy anbietet. Udemy bietet dir die Plattform.
  • In Werbung investieren. Du kannst bezahlte Werbung bei Facebook, Instagram, LinkedIn nutzen. Dies bietet dir die Möglichkeit sofort auf deine potenzielle Zielgruppe zugreifen zu können.

    Dennoch musst du darauf achten, dass du nicht zu viel Geld verschwendest und den ROI nach einer gewissen Zeit erreichst.
  • Persönlicher Kontakt. Außerdem kannst du auch Konferenzen oder Messen nutzen, um deinen Namen oder den Namen deines Produktes bekannt zu machen.

    Außerdem kannst du Meetup.com nutzen, die relevant für deine Zielgruppe sind. Solltest du kein passendes MeetUp finden, kannst du auch ein eigenes Meetup in deiner Stadt organisieren.

    So kannst du dir eine gewisse lokale Autorität in deiner Branche aufbauen. 

Langfristig Maßnahmen:

  • Unternehmensblog aufbauen. Ein Unternehmensblog ist eine wunderbare Möglichkeit potenzielle Kunden auf deine Webseite zu locken.

    Wenn du regelmäßig interessante Inhalte veröffentlichst, wirst du einen Leserschaft aufbauen, die dir vertraut.

    Dies ist allerdings eher eine langfristige Maßnahme, da es einige Zeit dauert bis du in den Google Suchergebnissen auftauchen wirst.
  • Mund-zu-Mund-Propaganda. Außerdem solltest du versuchen dir Kontakte in deiner Branchen aufzubauen, da Word of Mouth immer noch einer der wichtigsten Marketingmaßnahmen ist. Dies aufzubauen dauert allerdings seine Zeit. 

Dabei ist es egal, ob du selbstständiger Unternehmensberater bist oder ein Online Kursersteller. Word of Mouth ist sowohl Offline als auch Online wichtig.

Fazit

Eine so lange Liste an Schritten zu sehen, kann auf den ersten Blick einschüchternd sein. Dennoch solltest du dies als Inspiration nutzen dein eigenes Unternehmen zu gründen und dein eigene Projekte zu starten.

Gehe einen Schritt nach dem anderen in deinem Tempo. Viele überlegen zu lange und kommen nie ins TUN! Gehe den ersten Schritt. Jetzt und heute.

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