Onlineshop erstellen kostenlos – Die 5 besten Anbieter in 2021

Du willst als E-Commerce-Einsteiger einen Onlineshop erstellen mit kostenlosen Onlineshop Shopsystemen. Da du nicht sicher sein kannst, dass du viel verkaufen wirst, schrecken dich die monatlichen Gebühren und Kommissionen von Magento & Co. ab.

Du weißt, dass du monatelang draufzahlen wirst, bis du endlich in der Gewinnzone bist. Also Hand aufs Herz: Sind kostenpflichtige Shop-Lösungen wirklich ihr Geld wert oder gibt es ähnlich gute oder sogar bessere kostenlose Onlineshops?

Im nächsten Abschnitt stelle ich dir die fünf besten Anbieter für kostenlose Onlineshops vor: Ecwid, Mozello, WooCommerce, Shopware und PrestaShop. Damit kannst du erste E-Commerce-Erfahrungen sammeln oder einfach ein wenig testen und ausprobieren. 

Wenn du aber richtig durchstarten willst, dann solltest du immer auf kostenpflichtige Lösungen setzen – sie sind schlichtweg besser und leisten viel mehr. Ich habe bereits die besten kostenpflichtigen Shopsysteme genau unter die Lupe genommen.

Schau dir am besten gleich meinen Shopsystem-Vergleich an. Dort wirst du erfahren, welches System für dich und deine Anforderungen am besten geeignet ist.

Kostenloser Onlineshop: Die 5 besten in 2021

Zum Thema „Onlineshop erstellen kostenlos“ habe ich für dich viele Anbieter miteinander verglichen. Ich stelle dir nun die besten Lösungen für einen kostenlosen Onlineshop im Jahr 2021 vor:

  1. Ecwid 
  2. Mozello
  3. WooCommerce
  4. Shopware
  5. PrestaShop

Beachte dabei, dass im Gegensatz zu den anderen Anbietern die ersten beiden Online-Shopsysteme – Ecwid und Mozello – cloudbasiert sind.

1. Ecwid

Mit dem kalifornischen Anbieter Ecwid kannst du einen eigenständigen und wirklich völlig kostenlosen Onlineshop aufbauen oder einen in deine existierende Webseite integrieren. 

Du kannst bis zu zehn Artikel in deinem Shop verkaufen. Ecwid verlangt dabei keinerlei Gebühren, auch nicht bei Verkäufen. Das ist wirklich überaus fair und alles andere als selbstverständlich bei allen Shopanbietern.

Schon der kostenlose Tarif verfügt über eine unbegrenzte Bandbreite. Auch ein wichtiger Faktor: Die DSGVO-Konformität deines Shops ist gesichert. Du musst dir so keine übermäßigen Sorgen wegen der Einhaltung des Datenschutzes machen.

Zudem kannst du dir Rechnungen erstellen lassen, auf mehreren Webseiten verkaufen und dir sogar deine Steuern berechnen lassen: es ist erstaunlich, was Ecwid völlig kostenlos anbietet. Trotzdem ist es so, dass die kostenlose Variante schnell an ihre Grenzen gelangt.

Wenn du mehr als zehn Artikel verkaufen willst, dann gibt es keine Alternative zu einem kostenpflichtigen Tarif. Dann kannst du auch ein richtig cooles Feature von Ecwid nutzen: Amazon- und eBay Artikel schnell und einfach in deinen Shop einbinden. 

So kannst du in Echtzeit zentral deine Angebote wie auch deine Lagerbestände und Bestellungen synchronisieren und verwalten. Das spart dir viel Zeit und somit unter dem Strich auch Geld.

Ecwid Vorteile

  • Kostenloser Tarif mit attraktiven Leistungen
  • Software kann einfach und intuitiv bedient werden
  • Keine Gebühren bei Verkäufen

Ecwid Nachteile

  • Shop- und Produktseitengestaltung machen HTML- und CSS-Kenntnisse erforderlich
  • Nur einfache Webseiten möglich ohne Blog, Kontakt- oder Anmeldeformular usw.
  • Keinerlei SEO-Funktionalitäten im Gratis-Tarif enthalten

Für wen ist die kostenlose Variante von Ecwid die passende Lösung?

Der kostenlose Ecwid-Tarif ist optimal dazu geeignet, einen kostenlosen Onlineshop aufzubauen und die Shop-Lösung dann auf Herz und Nieren zu testen. So gehst du keinerlei Risiko ein und musst nicht die berühmt-berüchtigte „Katze im Sack“ kaufen. 

Wenn du einen Produktiv-Einsatz der Gratis-Variante erwägst, dann sei dir der Grenzen bewusst. Die kostenlose Lösung ist nur für Unternehmen geeignet, die einen sehr kleinen kostenlosen Onlineshop mit maximal zehn Produkten betreiben wollen.

2. Mozello

Mit dem lettischen Anbieter Mozello kannst du entweder eine Website oder einen Onlineshop erstellen. Das Ganze geht tatsächlich in ein paar Minuten, wenn du nicht allzu viel am Layout und den Features deiner Seite ändern willst.

Die Shops sehen professionell aus und du hast die Wahl zwischen vielen verschiedenen Templates, die du ruckzuck und jederzeit auf Knopfdruck verändern kannst. Das ist bei anderen Anbietern oft komplizierter.

Mozello wirbt damit, dass man keinerlei Technik-Kenntnisse braucht, um Seiten zu erstellen. Wenn du aber größere Änderungswünsche hast, dann solltest du dich gut mit HTML, JavaScript und CSS auskennen. 

Das ist Stärke und Schwäche zugleich: Damit kannst du individuelle und hochgradig flexible Shops und Webseiten erstellen, die ihresgleichen suchen. Zugleich sind hier Anfänger und Einsteiger schnell überfordert und mit einer anderen Lösung besser bedient.

Der Editor ist aufgeräumt, übersichtlich und gut bedienbar. Es fehlt aber eine Drag-and-Drop-Funktionalität, wie man sie von anderen Website-Editoren, aber auch von Windows & Co. her kennt, schätzt und erwartet.

Die Anzahl der Artikel bei der kostenlosen Mozello-Variante ist auf lediglich 5 beschränkt. Wie bei Ecwid fallen auch keine Gebühren auf Verkäufe an.

Mozello Vorteile

  • Attraktive Seiten-Templates, die jederzeit gewechselt werden können
  • Responsives Design für alle Endgeräte
  • Unterstützt multilinguale Webseiten

Mozello Nachteile

  • Gute HTML-, JavaScript- und CSS-Kenntnisse erforderlich 
  • Keine Drag-and-Drop-Funktion
  • Nur 5 Artikel einstellbar im kostenlosen Tarif

Für wen ist die kostenlose Variante von Mozello die passende Lösung?

Mozello ist eine interessante Wahl für dich, wenn du möglichst schnell einen kostenlosen Onlineshop aufbauen möchtest, ohne viel an der Seitenvorlage ändern zu müssen. Du kannst den Shopanbieter zudem ausgiebig testen.

Da du aber nur 5 Produkte einstellen kannst, wird Mozello in der kostenlosen Variante kaum auf Dauer ausreichen. Wenn dich Mozello überzeugt, dann kannst du dich für eins der beiden Premium-Pakete entscheiden, die günstig sind im Vergleich zu anderen Anbietern.

Bei den drei folgenden Shop-Lösungen – WooCommerce, Shopware und PrestaShop – handelt es sich um Open-Source-Produkte. Das bedeutet, dass du sie ohne Einschränkungen verwenden darfst und auch, dass der Quellcode für jeden einsehbar ist.

Kostenlos aber nicht umsonst heißt hier die Devise. Grundsätzlich ist die Software zwar kostenfrei, aber es fallen durchaus Kosten an wie zum Beispiel für die Domain, den Webspace oder das Seiten-Template, wenn dir die kostenlosen Vorlagen nicht zusagen.

3. WooCommerce

Eine der bekannteste Open Source-Lösung für kostenlose Onlineshops ist sicherlich WooCommerce. Das liegt vor allem auch daran, dass man WooCommerce als Plug-in bei WordPress installieren kann und somit Webseiten um einen Onlineshop erweitern kann.

Gerade wenn du schon WordPress kennst und damit arbeitest, dann ist diese Erweiterung eine wirklich feine Sache. Du kannst dir so ganz nach deinem Geschmack einen ganz individuellen Onlineshop mit speziellen Features und Funktionen bauen.

Zugleich ist die feste Bindung an WordPress auch problematisch, wenn du dich hier nicht auskennst. Die Einstiegshürden sind entsprechend höher. Entweder musst du WordPress und WooCommerce einrichten und dich einarbeiten oder jemanden dafür bezahlen.

Der Funktionsumfang von WooCommerce ist in seiner Standardkonfiguration auf einige Grundfunktionen beschränkt. Das vollständige Potenzial dieser Onlineshop-Lösung wirst du erst mit der Vielzahl an Plug-ins vollständig entfalten können, die du integrieren kannst.

Dazu zählen beispielsweise Erweiterungen zum Thema SEO (Suchmaschinenoptimierung) und der Integration von Zahlungsmöglichkeiten. Einige dieser Plug-ins sind kostenlos und einige kostenpflichtig. 

Da WooCommerce für den US-Markt entwickelt wurde, sind Plug-ins für den deutschen Markt wichtig, nicht zuletzt wegen der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). Mit den Plug-ins German Market und Germanized kannst du deinen Shop rechtskonform machen.

WooCommerce Vorteile

  • Ist in WordPress fest integriert
  • Funktionsumfang durch Apps quasi beliebig erweiterbar
  • Viele Themes, Apps und Erweiterungen verfügbar

WooCommerce Nachteile

  • Nutzung nur zusammen mit WordPress möglich
  • Recht hohe Einstiegshürden für Anfänger
  • Der Großteil der Themes, Erweiterungen und Apps sind kostenpflichtig

Für wen ist die kostenlose Variante von WooCommerce die passende Lösung?

WooCoomerce ist eine gute Lösung für dich, wenn du schon Erfahrungen mit WordPress gesammelt hast und deine Webseite, deinen Blog usw. mit einem kostenlosen Onlineshop erweitern möchtest.

4. Shopware

Shopware stammt aus Deutschland. Die Community Edition ist Open Source und damit komplett kostenlos. Du kannst sie downloaden und lokal hosten, also auf einem eigenen Server installieren.

Die Starter Edition ist nur solange kostenlos, bis du die ersten Sales generierst. Dann zahlst du entweder in der Free-Version eine Umsatzbeteiligung von 3 % oder alternativ in der Advanced-Variante 29,- pro Monat bei einer 1,5 %-igen Umsatzbeteiligung.

Die Funktionalitäten sind bei allen Shopware-Editionen gleich. Sie können allesamt mit kostenlosen und kostenpflichtigen Plug-ins erweitert werden. Die Auswahl bei Shopware ist aber im Vergleich zu anderen Anbietern etwas geringer.

Die Community Edition unterscheidet sich von den kostenpflichtigen Versionen darin, dass der Hersteller keinen Support leistet. Es gibt aber ein umfangreiches Wiki zum Thema und auch ein Forum, wo man Hilfe von der Community bekommen kann.

Shopware punktet damit, dass man wirklich zügig einen kostenlosen Onlineshop einrichten kann. Dazu muss man nicht Experte sein. Auch ohne Hersteller-Support findet man bei Problemen Unterstützung durch die oben genannten Quellen.

Ein großes Plus von Shopware ist der Fokus auf das Marketing deiner Produkte. Du kannst so besser Suchmaschinenoptimierung (SEO) betreiben als bei anderen Shop-Lösungen, was für dich sehr wichtig ist: Du willst schließlich erfolgreich verkaufen!

Du kannst Meta-Beschreibungen und -titel für Start- und Produktseiten anlegen. Kunden können Kommentare verfassen und Produkte bewerten, was gut ist für das Ranking bei Suchmaschinen. Gute Kritiken steigern die Sales, wenn sie Kaufinteressenten überzeugen.

Shopware wurde zudem für den deutschsprachigen Raum entwickelt. Wer internationale Webshops haben möchte, die in aller Herren Länder verkaufen, der ist mit einer anderen Shop-Lösung besser bedient.

Shopware Vorteile

  • Deutscher Hersteller
  • Überzeugende Marketing-Funktionen
  • Große, hilfsbereite und kompetente Community

Shopware Nachteile

  • Grundfunktionen fallen eher mager aus
  • Kostenlose Version muss manuell auf eigenem Server installiert werden
  • Nicht gut geeignet für internationalen Handel außerhalb des deutschsprachigen Raums (DACH)

Für wen ist die kostenlose Variante von Shopware die passende Lösung?

Shopware ist eine gute Lösung für dich, wenn du sie auf einem eigenen Server installieren kannst und nur im Raum DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) verkaufen willst. Shopware ist nach Magento die zweitbeliebteste Shop-Lösung in Deutschland.

5. PrestaShop

PrestaShop ist ein französisches Projekt. Die Basisversion ist absolut kostenlos und du zahlst weder eine Umsatzbeteiligung noch Lizenzgebühren. Die meisten Erweiterungen kosten aber Geld und manche sind sogar ausgesprochen teuer. 

Du kannst dir beim Hersteller die Software herunterladen und sie auf deinem Server installieren. Alternativ kannst du einen Shop bei IONOS per Knopfdruck installieren und hosten. Hierfür fallen aber natürlich Gebühren an.

Die lokale Installation der Software ist recht einfach. Dir stehen viele interessante Themes und Erweiterungen zur Verfügung, die aber wie schon erwähnt etwas kosten. Die Handhabung der Software ist einfach gehalten und somit auch für Anfänger geeignet.

Die große Stärke von PrestaShop besteht darin, dass man einen Onlineshop sehr flexibel so gestalten kann, ganz so, wie man es sich wünscht. Wenn sich deine Anforderungen ändern, dann passt du deinen Shop entsprechend an.

Hervorzuheben sind auch die Funktionen zur Suchmaschinenoptimierung. Du kannst Meta-Titel und -beschreibungen für alle Shop-Seiten ergänzen. Es stehen auch viele Erweiterungen zur Verfügung, mit denen du noch viel intensiver SEO betreiben kannst.

Die kostenlose Basisversion von PrestaShop ist recht eingeschränkt und bietet nur das allernötigste. Wenn du einen fertig eingerichteten Onlineshop mit allen wichtigen Funktionen brauchst, dann sind andere Anbieter interessanter für dich. 

PrestaShop Vorteile

  • Einfache Installation
  • Sehr hohe Anpassbarkeit
  • Starke und hilfsbereite Community

PrestaShop Nachteile

  • Basisversion mit ziemlich begrenztem Funktionsumfang
  • Zusätzliche Erweiterungen und Funktionen sind teuer
  • HTML-, CSS- und PHP-Grundkenntnisse erforderlich für professionelle Einrichtung

Für wen ist die kostenlose Variante von PrestaShop die passende Lösung?

PrestaShop ist eine sehr gute Option für dich, wenn du einen Onlineshop haben willst, den du ganz nach deinem Gusto gestalten und einrichten kannst. Wenn du noch dazu bereit bist, Geld für Erweiterungen auszugeben, dann hast du quasi unbegrenzte Möglichkeiten.

Fazit

Ich habe dir in diesem Artikel fünf Anbieter vorgestellt zum Thema Onlineshop erstellen mit kostenlosen Onlineshop Shopsystemen. Wie du siehst, gibt es keine uneingeschränkte Alternative, mit dem du kostenlos beliebig viele Produkte erfolgreich verkaufen kannst.

Die kostenlosen Onlineshops sind aber gut dazu geeignet, um den Einstieg in E-Commerce zu schaffen, ohne dabei gleich viel Geld investieren zu müssen. Doch welche Lösung ist am ehesten für E-Commerce-Einsteiger zu empfehlen?

Mein Testsieger ist Ecwid. Die Software kann einfach und intuitiv bedient werden. Selbst die kostenlose Variante bringt schon sehr viele Funktionen mit sich. Du kannst bis zu zehn Produkte anbieten und selbst bei Verkäufen fallen keinerlei Gebühren an.

Wenn du mehr und mehr verkaufst und weitere Produkte anbieten willst, dann steige einfach auf einen bezahlpflichtigen Tarif um. Der Venture-Tarif liegt aktuell gerade einmal bei 15,- im Monat für bis zu 100 Produkte. Für einen Restaurantbesuch legst du mehr hin, korrekt?