Nebenberuflich selbstständig: 12 vielversprechende Ideen

Das Konzept sich nebenberuflich selbstständig zu machen ist nicht neu. Allerdings gibt es heutzutage Geschäftsmodelle, die sich nebenberuflich als Solopreneur umsetzen lassen. Diese währen vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen. 

Aber nicht jede Geschäftsideen ist dazu geeignet, dass sie nebenberuflich ausgeübt wird. Es muss etwas sein, dass du ausführen kannst trotz deiner Verpflichtungen aus deinem Hauptjob. 

Deswegen sollte die nebenberufliche Selbstständigkeit nach Möglichkeit, ein Geschäftskonzept sein, dass es dir ermöglicht, unabhängig von deiner eingesetzten Zeit Umsätze zu generieren. 

Das klingt erst einmal absurd, aber heutzutage gibt es einige Geschäftsideen, die diese Anforderung erfüllen. 

In diesem Artikel möchte ich dir die besten Geschäftsideen vorstellen, die du nebenberuflich umsetzen kannst.

Interessiert? Dann lass uns gleich loslegen.

1. Online-Handel

Online-Händler zu werden ist heutzutage eigentlich so einfach wie noch nie. Es gibt viele Online-Shopsysteme, die es dir kinderleicht machen, im Nu einen Online-Shop einzurichten

Die größere Herausforderung ist es, das passende Produkt zu finden, das du in deinem Online-Shop verkaufen willst. 

Außerdem solltest du wissen, ob du ein komplett neues Produkt herstellen möchtest oder ein bestehendes an deine Anforderungen anpasst möchtest. Das nennt sich Private-Labeling

Beim Private Labeling wird ein bestehendes Produkt genommen und meist nur visuell an deine Anforderungen angepasst.

Das hergestellte Produkt lässt du dir am besten von einem Logistik-Dienstleister zu einem Fulfillment-Dienstleister versenden. 

Der Logistik-Dienstleister versendet die Ware vom Hersteller bis zu deinem Lager. Der Fulfillment-Dienstleister versendet dann deine Produkte vom Lager zu deinem Kunden.

Die Logistik ist nur eine der Herausforderungen. Das, woran die meisten Online-Händler scheitern ist es, ausreichend Kunden für ihren Online-Shop zu finden und den Online-Shop bekannt zu machen

Das beste Produkt und der schönste Online-Shop nützt dir nichts, wenn er von keinem Kunden gefunden wird. Deswegen solltest du bei der Kalkulation deines Produktes immer auch Marketing-Kosten berücksichtigen. 

Wenn dein Produkt nach Kosten und Steuer Gewinn abwerfen, bist du in der Lage das Geschäftsmodell zu skalieren. 

Nachdem dein Geschäftsprozess von der Produktherstellung bis zum Versand zum Kunden steht, ist E-Commerce ein gutes Geschäftsmodell, das sich nebenberuflich umsetzen lässt.

Wenn du gerne einen Online-Shop erstellen möchtest, empfehle ich dir Shopify zu nutzen. Shopify kannst du 14-tage kostenlos testen mit dem folgenden Link.

2. Online-Kurse

Online-Kurse sind eine ideale Möglichkeit, Expertise an andere Personen weiterzugeben. Diese Expertise kann vielfältig sein. Du kannst Yoga-Kurse, Angelkurse oder eine Nähkurse online erstellen. 

Es ist wichtig, dass du musst einen Bereich haben, in dem du mehr Wissen hast als die meisten Menschen und du musst dieses Wissen vermitteln können. 

Außerdem sollte dein Kurs einen echten Mehrwert bieten. Es gibt heutzutage sehr vielen kostenlosen Content, durch Plattformen wie YouTube, Blogs oder Podcasts. 

Deswegen sollten deine Kursinhalte gut strukturiert sein und dem Kursteilnehmen anwendbare Beispiel zeigen.  Der Grund, warum Menschen online Kurse kaufen ist es einerseits, dass man die Inhalte strukturiert vermittelt bekommt. 

Andererseits ist der Community-Aspekt für viele Menschen entscheidend, wenn sie einen Online-Kurs kaufen. Deswegen solltest du auch überlegen, eine Community einzurichten, in der sich die Kursteilnehmer zu dem Thema austauschen können.  

Es gibt zahlreiche Online-Kurs-Plattformen, die du nutzen kannst, um deine Kurse zu veröffentlichen. Eine deutsche Online-Kurs-Plattform, die du nutzen kannst, ist z. B.  Elopage

Auf einer solchen Plattform kannst du alle deine Inhalte (Texte, Bilder und Videos) hochladen und deinen Kurs und die Lernziele definieren. 

Diese Möglichkeit solltest du wählen, wenn du bereits eine Reichweite aufgebaut hast, oder bereit bist, Geld in Werbung zu investieren. 

Ansonsten hast du die Möglichkeit, wenn du noch keine Reichweite hast, deine Online-Kurse auf einer Plattform wir Udemy zu veröffentlichen. 

Udemy stellt dir die Reichweite zur Verfügung, dafür musst du einen signifikanten Anteil deiner Einnahmen als Gebühren an Udemy weitergeben.

3. Dropshipping

Dropshipping ist ein weiteres Geschäftsmodell aus dem Bereich Online-Handel, welches dir ermöglicht einen Online-Shop zu erstellen, ohne ein eigenes Produkt zu haben. 

Beim Dropshipping ist deine Hauptaufgabe, die Reichweite des Shops zu erhöhen und potenzielle Kunden zu finden. 

Die Produkte, die du in deinem Dropshipping-Shop anbietest, kommen direkt von deinem  Dropshipping-Lieferanten. 

Kommt eine Bestellung herein, wird diese direkt an den Dropshipping-Anbieter übermittelt, der die gesamte Logistik übernimmt. Du verkaufst Produkte, mit denen du keinerlei physischen Kontakt hast

Im Gegensatz zum normalen E-Commerce-Geschäft hast du keine hohen Initialkosten für die Bestellung der Ware und du musst kein Lager halten. 

Auch das Retourenmanagement sowie die Reklamationen werden vom Hersteller übernommen. Shopify verfügt über zahlreiche Apps, wodurch eine Integration von Produkten problemlos möglich ist

Die Kosten für das Dropshipping halten sich in Grenzen, allerdings scheitern die meisten daran, dass sie nach den Werbeausgaben, nicht genug Margen erwirtschaften.

4. Blogger

Hast du eine bestimmte Leidenschaft, über die du gerne eine Leserschaft regelmäßig informieren möchtest? Gibt es ein Thema, bei dem du immer wieder um Rat gefragt wirst und das dich seit Langem interessiert? 

In diesem Fall könntest du deinen eigenen Blog erstellen und regelmäßigen Artikeln veröffentlichen. Die Zeiten, in denen du über deine Lebensgeschichte bloggen kannst, sind vorbei. 

Influencern-Marketing findet heutzutage kaum noch auf Blogs statt, sondern auf Plattformen wie Instagram oder TikTok

Die Inhalte, die du auf einem Blog erstellst, sollten bestimme Probleme lösen, nach denen Menschen auf Suchmaschinen suchen. 

Damit du herausfinden kannst, was auf Suchmaschine gesucht wird, solltest du ein SEO-Tool einsetzen. Die erstellten Inhalte kannst du dann für Suchmaschine optimieren, sodass Leser sie finden können. 

Sobald du dir deine Leserschaft aufgebaut hast, kannst du deinen Blog monetarisieren. Interessant wird die Monetarisierung eines Blogs ab ca. 10.000 Besucher pro Monat. 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du einen Blog monetarisieren kannst. Die häufigsten sind Werbeanzeigen, Affiliate-Marketing, Sponsored-Posts oder eigene Produkte vermarkten.

5. YouTuber

YouTuber zu sein, hört sich erst einmal spannend an und weckt bei vielen Menschen das Interesse. Das ist auch verständlich, da YouTube mittlerweile die zweitgrößte Suchmaschine der Welt ist. 

Nutzer suchen nicht nur unterhaltsamen Content, sondern auch Antworten auf die unterschiedlichsten Fragen. Zu all diesen Themen werden täglich neue Videos hochgeladen.  

Damit du als YouTuber nebenberuflich Geld verdienen kannst, solltest du das Ganze auch ernsthaft angehen. Das bedeutet, dass du regelmäßig hilfreiche oder unterhaltsame Inhalte veröffentlichst. 

Dazu solltest eine Nische finden, in der du deinen YouTube-Kanal erstellst und regelmäßig Inhalte produzierst. Erst mit Geduld und regelmäßiger Arbeit wird die Anzahl an Abonnenten und Zuschauern wachsen. 

Mache dir im Vorfeld Gedanken, welche Inhalte du erstellen möchtest und analysieren anderen Kanäle, die ähnliche Inhalte veröffentlichen. 

Schaue dir an, welche Video besonders viele Views haben. Diese geben dir eine Idee, welche Inhalte bei einer Zielgruppe funktionieren. 

Außerdem kannst du dir Kommentare auf anderen Kanäle ansehen und analysieren, welche Informationen, den Zuschauern gefehlt haben. Das bietet eine gute Basis, die Inhalte für deinen Videos zu planen.

6. Podcaster

Podcasts gibt es zu den unterschiedlichsten Themen und erfreuen sich in letzter Zeit steigender Beliebtheit. 

Als einfacher Podcaster Geld zu verdienen, ist nicht einfach, da du dafür eine große Reichweite benötigst. Erst mit steigender Reichweite wird die Anzahl der Marken steigen, die Kooperationen eingehen möchten. 

Deswegen solltest du das Podcasten eher als Möglichkeit der Vermarktung sehen. Bietest du Coaching an oder bist du Autor, dann kannst du deine Trainings oder Bücher an deine Zuhörer vermarkten.

Einen Podcast zu erstellen, ist heutzutage nicht wirklich schwierig. Du brauchst ein Mikrofon und kannst die Aufnahme mit deinem Smartphone erledigen. 

Danach kannst du eine Podcast-Hosting-Plattform, wie Podbean nutzen. Diese Plattform veröffentlichen dann deine Aufnahmen bei Plattformen wie iTunes oder Spotify veröffentlichen.

Um deinen Podcast zu starten, kannst du dich jetzt bei Podbean anmelden und es kostenlos testen.

7. Selbstgemachtes Verkaufen

Bist du künstlerisch begabt und fertigst gerne Basteleien an? Für dich ist das Erstellen von Handgemachtem mehr als nur ein Hobby und du konntest schon einige Menschen damit begeistern? 

Du kannst deine selbstgemachten Produkte auf Plattformen wie Etsy verkaufen und findest die passenden Käufer, die nach kreativen Produkten suchen. 

Hier triffst du auf eine große Zielgruppe und kannst potenzielle Kunden von dir überzeugen. Auf Etsy tummeln sich vor allem Personen, die einzigartiges und selbst gemachtes anbieten. 

8. Amazon FBA

Mit Amazon Fulfillment By Amazon (FBA) kannst du Produkte als Händler bei Amazon verkaufen, ohne dich um die Lagerung oder den Versand an die Kunden kümmern musst. 

Du kannst einfach ein Konto als Amazon-Händler eröffnen und deine Produkt-Listings erstellen. 

So kannst du auf die große Kundenbasis von Amazon zurückgreifen und musst nicht erst selbst eine Reichweite aufbauen. Allerdings musst du erst einmal ein Produkt haben, dass du über Amazon verkaufen kannst. 

Viele Händler auf Amazon machen Private-Labeling. Beim Private-Labeling kaufst du ein bestehendes Produkt bei einem Lieferanten ein und passt es mit einem Logo an deine Bedürfnisse an. 

Wenn du ein Produkt hast und einen zuverlässigen Lieferanten hast, ist dieses Geschäftsmodell interessant, da dies auch gut nebenberufliche gemacht werden kann. Der Zeiteinsatz ist gering, sobald dein Logistikprozess steht.

Der Nachteil an Amazon FBA, dass dein komplettes Business von Amazon abhängt. Wenn Amazon FBA morgen beschließt, die Gebühren zu erhöhen, kannst du das einfach nur hinnehmen. 

Die Kunden kaufen Produkte nicht bei dir ein, sondern bei Amazon, das bedeutet, du hast keine Kundendaten und kannst keine Kundenbeziehungen aufbauen

Außerdem darf man nicht den finanziellen Aufwand von Amazon FBA unterschätzen. Du musst große Mengen eines Produktes bestellen, damit die Stückkosten niedrig sind. Für diese Warenbestellungen musst du sehr viel Ware vorfinanzieren.

9. Print-on Demand

Bei Print-on-Demand kannst du deine eigene Kleidung oder Gegenstände in einem Shop anbieten und diese nach deinen Wünschen designen. 

Du erstellst das Artwork für die Kleidung oder Gegenstände und kannst diese dann auf die Produkte durch einen Print-On-Demand-Anbieter drucken lassen. 

Der Vorteil ist, dass der Anbieter, den Druck erst vornimmt, wenn eine Bestellung durch einen Kunden ausgelöst wird. Das bedeutet, dass du nicht Kapital in Waren binden musst, die du vorher drucken musst. 

Zudem übernimmt der Print-On-Demand-Anbieter nicht nur den Druck, sondern auch die Logistik für dich. Er versendet die Waren an den Endkunden.

Vermarkten kannst du deinen Shop über die Suchmaschinen, die sozialen Netzwerke und insbesondere über das Influencer-Marketing.

Einen Print-On-Demand Shop kannst du ganz bequem über Shopify erstellen, mit der entsprechenden App wie Printful oder Printify

10. E-Book Autor

Dein Expertenwissen kannst du auch in ein E-Book verpacken und damit Geld verdienen. Das E-Book wiederum kannst du auf bestimmten Plattformen wie Amazon KDP verkaufen oder diese über deine eigene Website vermarkten. 

Der Vorteil bei Plattformen ist, dass du auf eine sehr große Zielgruppe triffst. Vorab solltest du dich mit der Nachfrage und deiner Nische vertraut machen. 

Packe dein gesamtes Know-how in das E-Book, investiere in Weiterbildungen und ziehe damit deine potenzielle Zielgruppe an. Ratgeber können zu allen nur erdenklichen Themen verfasst werden und treffen auf eine sehr große Beliebtheit. 

Allerdings gibt es mittlerweile sehr viele Bücher, gut und auch weniger gute, die auf Amazon KDP veröffentlicht worden sind. 

Deswegen solltest du im Vorfeld Gedanken machen, wie du ausreichende Kunden für dein E-Book finden kannst. 

11. Influencer

Wie beim Bloggen kannst du auch, als Influencer deiner Kreativität freien Lauf lassen. Du solltest in einem Bereich aktiv sein, der dich interessiert oder indem du ein bestimmtes Wissen hast. 

Es gibt zwar die üblichen Verdächtigen wie die Fashion- oder die Travel-Influencer. Es gibt aber für jede Leidenschaft auch Influencer. Du kannst Influencer für Pferde, Golf, Video-Produktion oder Food-Influencer. 

Wichtig ist nur, dass du deine Inhalte möglichst auch mehreren Plattformen veröffentlichst. So kannst du dein Business besser diversifizieren und bist nicht nur von einer Plattform abhängig.

Wenn du eine gewisse Reichweite aufgebaut hast, kannst du deinen Social-Media-Kanal über Influencer-Plattformen wie Reachbird listen. 

Auf diese Weisen können Unternehmen, die gerne über Influencer-Marketing werben möchten, deinen Kanal finden.

Wer sich an Beliebtheit durch Follower, Likes und Aufrufen erfreut, erfreut sich auch an immer mehr Geld, denn auf YouTube bekommt man ab 1.000 Aufrufen pro Video zirka zwei Euro.

Auch mit Affiliate-Marketing kann man als Influencer Geld verdienen, indem man mit Firmen oder anderen Selbstständigen kooperiert und für diese Werbung in seinen Videos oder Bildposts macht.

12. Social-Media-Manager

Social-Media-Manager kümmern sich um die Kommunikation von Unternehmen durch soziale Netzwerke und tragen die Verantwortung darüber, wie sich die Firma in der Öffentlichkeit präsentiert

Da ein gelungener Auftritt im Internet für jegliche Art von Unternehmen immer größere Bedeutung erlangt, ist dieses Arbeitsfeld mittlerweile sehr gefragt.

Allerdings gibt es einen nicht zu unterschätzenden Konkurrenzdruck, weshalb man sich im Vorfeld einige Fähigkeiten aneignen sollte, wozu zählen: strategische Schachzüge, Qualitätssicherung, Koordination aller Social-Media-Aktivitäten. 

Ein Vorwissen wird insofern benötigt, als man die Funktionsweisen diverser Social-Media-Dienste kennt und zwischen den verschiedenen Angeboten differenzieren kann und danach entscheidet, welche Strategie verwendet werden soll. 

Jobangebote können Freelancer-Portalen gefunden werden. Es der bekannteren ist z. B. Fiverr. 

Fazit:

Es ist eigentlich unvorstellbar, welche Geschäftsmodell sich mittlerweile als Ein-Mann-Unternehmen nebenberuflich umsetzen lassen. Vor einigen Jahren hättest du dafür viele Mitarbeiter benötigt. 

Heutzutage kannst du viele Sachen mit einem gewissen Einsatz und Motivation als Solopreneur nebenberuflich umsetzen. Auch der Kapitalbedarf der meisten Ideen in diesem Artikel ist gering. 

Ich hoffe, dieser Artikel konnten dir Inspirationen geben, damit du die passenden Geschäftsideen für dich findest.