Alleine gründen: Was sind die Vor- und Nachteile?

In diesem Blog Post wirst du alle Vor- und Nachteile erfahren, wenn du alleine gründest. Danach wirst du wissen, ob eine Gründung eines Solo-Business etwas für dich sein kann.

Was sind die Nachteile, der Gründung von einem Solo Business?

Du musst Verantwortung alleine tragen können

Wenn du dich als Solopreneur selbstständig machst, bist du wie es der Name schon sagt, alleiniger Gründer des Unternehmens.

Du musst die volle Verantwortung alleine tragen können. Du musst bereit sein Fehler machen zu können und diese nur einmal zu machen.

Der Vorteil ist, dass du von diesen Fehlern lernen und daran wachsen kannst. Wenn du ein Unternehmen gründen willst und besonders als Solopreneur wirst du immer Fehler machen.

Das richtige Mindset ist besonders als Solopreneur wichtig, um erfolgreich zu sein.

Du hast keine zweite Meinung

Als Unternehmer sollte einer deiner wichtigsten Eigenschaften sein, dass du Entscheidungen treffen kannst.

Wenn möglich, schnell und die richtigen. Über die Schnelligkeit kannst du noch selber entscheiden, ob es die richtige ist weiß du vorher oft nicht.

Als Sologründer hast du leider kein Team, dass dich bei diesen wichtigen Entscheidungen unterstützen kann.

Wenn du das Business mit anderen Personen aufbaut, kannst du dir immer eine zusätzliche Meinung einholen.

Dies kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn die andere Person sich besser in einem bestimmten Bereich auskennst.

Als Solopreneur hast du auch die Herausforderung, dass du dich schnell in deine Ideen verliebst.

Das kann bei der Gründung und Auswahl der Geschäftsidee schon eine erste Hürde sein.

Dabei kannst du dich vielleicht schon falsch deine eigenen Stärken einschätzen. Wenn du mit einem Partner ein Business führst hast du immer eine zweite Meinung, die du dir einholen kannst.

Die Auswahl des richtigen Produkts ist dann die nächste Herausforderung.

Wenn du ein neues Produkt auf den Markt bringen willst, ist es wichtig auch andere Personen zu befragen. Hierbei kannst du zum Beispiel Umfragen starten mit Survey Monkey oder mit Google Forms.

Diese Umfragen kannst du dann zum Beispiel in Facebook Gruppen teilen oder einfach mit Facebook-Freunden teilen.

Wenn du zum Beispiel ein Küchenprodukt auf den Markt bringen willst, musst du dorthin wo deine Zielgruppe ist.

Dies kann eine Facebook Gruppe sein für das Thema Kochen oder ein themenrelevantes Forum.

Dort kannst du mit vorheriger Genehmigung deine Umfrage teilen. So bekommst du eine zweite Meinung auch als Solopreneur.

Du musst dich immer alleine motivieren

Als Solopreneur brauchst du ein Ziel, das dich langfristig motiviert. Du musst einfach wissen warum du das tust was du tust.

Es gibt kein Team oder Partner, der dich motivieren kann. Besonders kann dies hart sein an Tagen an denen es mal nicht so läuft.

Wenn du deine Reise als Solopreneur startest wirst du immer Aufs und Abs haben. Es wird Tage geben, da bist du super motiviert und alles läuft gut.

Es wird Tage geben an denen bist du überhaupt nicht motiviert und es laufen viele Dinge nicht gut. Egal was dir auf deiner Reise als Solopreneur passiert, es gibt immer einen Ausweg.

Deine persönlichen Fähigkeiten sind beschränkt

Kein Mensch ist frei von Schwächen und kein Mensch ist allwissend. Es gibt kein festes Team, das entsprechend deine Schwächen ausgleichen kann.

Du kannst dir externe Freelancer zur Hilfe holen, die dich bei vielen Aufgaben unterstützen können.

Die strategischen Entscheidungen in deinem Unternehmen musst du aber immer alleine treffen.

Egal für welches Geschäftskonzept du dich entscheidest, ist immer wichtig das du dich weiter entwickelst.

Die persönliche Entwicklung ist nicht nur als Solopreneur sehr wichtig, sondern für jeden Menschen.

Als Solopreneur solltest du allerdings möglichst ein Verständnis für die meisten Bereiche deines Unternehmens haben.

Du musst kein Experte überall werden, allerdings solltest du ein Basiswissen in vielen Bereichen haben.

Du kannst zum Beispiel, wenn du nicht besonders kreativ bist, die Erstellung deines Logos an einen Grafik-Designer abgeben.

Wenn du dem Grafik-Designer nicht beschreiben kannst was du erwartest wird es für die Person sehr schwierig dir eine zufriedenstellende Lösung anzubieten.

Ein Team kann am Anfang sehr hilfreich sein, wenn man mit verschiedene Personen ein Unternehmen führt.

Wenn du zu zweit ein Unternehmen führst hast du vielleicht auch zwei verschiedene Persönlichkeitstypen. In folgendem Test kannst du testen welcher Unternehmertyp du bist.Unternehmer Selbsttest

Dein Unternehmen wird nur so gut sein wie deine Outsourcing-Partner

Wenn du noch am Anfang deiner Unternehmung stehst, ist es wichtig, dass du sofort anfängst Prozesse outsourcen.

Du musst identifizieren, welche Aufgaben dir gut liegen und du schnell erledigen kannst.

Aufgaben für die du lange brauchst und auch nicht besonders gut kannst, solltest du so schnell wie möglich outsourcen. Meine zwei Lieblingsplattformen hierfür sind Fiverr.com und Upwork.

Dein Business-Konzept sollte so aufgestellt sein, dass du viele verschiedene Aufgabe outsourcen kannst.

Wenn du, dass Geld nicht hast Aufgaben outsourcen solltest du deinen Kalkulationen überprüfen.

Auf Dauer wird dein Business nicht skalieren können, wenn du dir es nicht leisten kannst externe Freelancer als Hilfe zu holen.

Besonders wichtig ist das outsourcen für Personen die nebenberuflich gründen. Solltest du nebenberuflich gründen ist es wichtig, dass du Prozess an Freelancern abgibst während du deinem Hauptjob nachgehst.

Dann kannst du in deiner Freizeit dich auf die Dinge konzentrieren, die dir liegen und Spaß machen.

Ein Nachteil, wenn du mit Freelancern zusammen arbeitest ist es, dass die Freelancer vielleicht in anderen Projekten zeitgleich eingebunden sind, wenn du sie erneut buchen möchtest.

Oder es kann passieren, dass sie ihre Dienste nicht mehr anbieten.

Deswegen ist es wichtig, wenn du gute outsourcing Partner findest regelmäßig Arbeit abzugeben und auch entsprechend angemessen zu bezahlen.

Ich würde darauf achten, dass die Freelancer bereits Referenzen vorzuweisen haben.

Außerdem kannst du sie auch fragen, ob sie konkret die Art der Aufgabe bereits gemacht haben.

Du musst auch immer darauf achten, wie die erste Kommunikation über die Plattform verläuft.

Wenn die Kommunikation bereits zu Beginn schwierig ist, kann die das Anzeichen sein einen anderen Freelancer zu wählen.

Wenn du einen Freelancer über Fiverr oder Upwork engagierst musst du damit rechnen, die ganze Kommunikation auf englisch machen zu müssen.

Es gibt auch deutsche Plattformen wie machdudas.de über die du Aufgaben outsourcen kannst.

Ich habe leider selber noch keine Erfahrungen mit dieser Plattform sammeln können.

Die Freelancer, die du findest musst du entsprechend gut schulen. Ein Freelancer, der ohne ordentlichen Prozess arbeiten muss, kann auch keine gute Arbeit abliefern.

Du musst als also Solopreneur am besten gleich von Anfang an alle Aufgaben, die wiederkehrend sind mit einem Prozess festhalten.

Geeignete Tools sind da zum Beispiel Google Sites oder auch Confluence.

Du solltest eine hohe Stressbelastung haben können

Als Solopreneur musst du stressresistent sein.

Du wirst nicht immer Stress haben aber es gibt natürlich Situationen in denen du eine hohe Arbeitsbelastung aushalten musst.

Diese Arbeitsbelastung kannst du nicht mit einer anderen Person teilen.

Wenn du also eine bestimmte Frist hast und ein Produkt launchen willst, dann musst du eventuell auch mal Nachtschichten einlegen.

Diese Belastung kann nicht auf verschiedenen Schultern verteilt werden.

Der Stress kann auch dadurch kommen, dass du immer Entscheidungen treffen musst.

Das ständige treffen von Entscheidungen kann für manche Personen auch eine starke Belastung sein.

Das Business an dem du arbeitest wird dich in deinen Gedanken natürlich oft verfolgen.

Das ist einerseits positive, da du dich ja dafür entschieden hast. Aber an den Tagen an denen nicht alles optimal läuft ist es vielleicht nicht optimal.

Als Solopreneur kannst du nur begrenzte skalieren

Die skalierbarkeit von einem Unternehmen, das als Solo Business gegründet wird ist begrenzt.

Du hast 24 Stunden davon ziehst du 8 Stunden für den Schlaf ab. Dann bleiben dir 16 Stunden übrig.

Nicht ganz richtig, da du natürlich noch anderen Sachen machen sollst außer schlafen und arbeiten.

Selbst wenn du ein Geschäftskonzept hast, das dir passives Einkommen generiert, wirst du nur begrenzt skalieren können.

Du musst ein gut laufendes Business auch weiterentwickeln, um wachsen zu können. Deswegen solltest du wie bereits erwähnt von Anfang an skalieren.

Selbst wenn du alle wiederkehrenden Prozesse outsourcest, wirst du irgendwann an deine Grenzen stoßen.

Mit etwas Routine kann man diesen Prozess optimieren und weiter verbessern aber es gibt dennoch Grenzen.

Jetzt aber mal zu den Vorteilen. Von diesen Gibt es auch einige

Was sind die Vorteile, wenn du ein Solo Business gründest?

Du kannst sehr flexibel arbeiten und Entscheidungen frei treffen

Das ist das wonach die meisten Solopreneur streben. Das ortsunabhängige Arbeiten. Du kannst entscheiden wo du arbeitest und mit wem du arbeitest.

Das ist ein schönes Ziel. Man muss nicht unbedingt ein digitaler Nomade dafür sein. Es kann auch die Sehnsucht sein einfach von zuhause aus arbeiten zu können.

Oder einfach von deinem Lieblingscafe aus arbeiten zu können. Genau das ist der Reiz am ortsunabhänigen Arbeiten.

Als Solopreneur kannst du an den Projekten arbeiten an denen du interessiert bist. Klar es wird immer Aufgaben geben, die du machen musst.

Zum Beispiel an der Steuererklärung kommt kein Unternehmer vorbei. Aber auch dafür haben wir als Solopreneur unseren Steuerberater.

Aber du kannst die Aufgaben, die du gut kannst übernehmen und die Aufgaben dir nicht liegen an einen Freelancer vergeben.

Wenn keine Lust mehr hast ein bestimmtes Projekt weiterzuführen kannst du frei entscheiden einfach aufzuhören. Das ist ein großer Vorteil, den du als Solopreneur hast.

Außerdem kannst du auch mit anderen Unternehmen Partnerschaften eingehen und nur mit den Personen zusammenarbeiten mit denen du gerne willst.

Du kannst deine eigenen Ideen umsetzen

Egal welche komische Idee dir in den Kopf kommt. Du kannst diese Idee testen.

Du kannst testen, ob der Markt sie annimmt und ob du damit Geld verdienen kannst. Das ist deine Freiheit, ohne dich abstimmen zu müssen.

Besonders wenn du etwas gut kannst und denkst, dass du einen Mehrwert Kunden bieten kannst hindert dich nichts daran die Idee zu testen.

Du kannst auf Trends reagieren

Solltest du vielleicht von einem neuen Trend aus den USA mitbekommen haben, den es hier noch nicht gibt, kannst du jede auch noch so verrückte Idee oder Trend testen.  

Wenn du merkst, dass deine Industrie sich in eine bestimmte Richtung entwickelt und die Nachfrage sich verändert, kannst du darauf reagieren.

Einfach den Markt antesten mit kleinen und flexiblen Anpassungen deines Geschäftskonzepts.

Du kannst auch einfach dein Geschäftskonzept an sich verändern oder erweitern.

Wenn du zum Beispiel bisher Online Kurse erstellst und verkaufst kannst du zukünftig dein Angebot, um physische Produkte erweitern.

All das sind deine Freiheiten als Solopreneur. Das ständige neuerfinden von dir selbst.

Du kannst die Unternehmensform deines Unternehmens frei wählen

Wenn du noch zu Beginn deiner Reise als Solo Gründer stehst wirst du dich damit beschäftigen müssen welche die richtige Rechtsform für dein Unternehmen ist.

Diese Entscheidung darüber kannst einzig und alleine nur du treffen. Willst du lieber als Einzelunternehmer starten oder gleich eine GmbH gründen.

Wenn dein Unternehmen immer wächst kannst du auch einfach entscheiden eine Umfirmierung zu machen.

Auch das Startkapital, das du einbringst, ist dein Geld. Du kannst darüber verfügen.

Du musst dich mit keinem anderen Gründer abstimmen. Somit kannst du mit deinen Ressourcen schonen umgehen und genau an der richtigen Stelle ausgeben.

Perfekt um sich als Personal Brand zu etablieren

In den Zeiten in denen es immer mehr Influencer gibt und das Personal Branding immer wichtiger wird, ist der Solopreneur genau richtig. Du kannst dich als Marke positionieren und das Unternehmern bist du.

Du musst keine Mitarbeiter führen

Mit Menschen zusammen zu arbeiten ist schön besonders in einem gut funktionierenden Team. Als Solopreneur arbeitest du auch gerne mit anderen Menschen zusammen.

Du willst aber deine Flexibilität bewahren. Wenn du feste Angestellt hast gibst du einen Teil deiner Freiheit auf.

Es gibt keine fixen Personalkosten

In den meisten großen Unternehmen sind Personalkosten der größte Kostentreiber.

Dies sind fixe Kosten, die immer entstehen, auch wenn du wenige Kunden hast. Das ist der Vorteil als Solopreneur, dass du keine fixen Personalkosten hast.

Du arbeitest nur mit Freelancern zusammen. Deinen „Personalkosten“ skalieren mit deinen Aufträgen.

Du beschäftigst nur dann mehr Personen, wenn du auch mehr Geschäft hast.

Die Kosten für ein Büro fallen weg

Die meisten Solopreneur werden von zuhause aus arbeiten oder vielleicht in Co-Working Spaces.

Wenn du von zuhause aus arbeitest entstehen dir keine zusätzlichen Kosten außer vielleicht für deine Büroausstattung. Diese würdest du aber auch benötigen, wenn du kein Solopreneur bist.

Wenn du also keine Angestellten hast, entstehen dir keine Kosten für Büroflächen oder für Hardware, die du einer Person zur Verfügung stellen musst.

Fazit

Wie alles im Leben gibt es bei der Entscheidung ein Solo Business sich aufzubauen Vor- und Nachteile. Ich hoffe die Vorteile konnten dich überzeugen, ein Solo Business zu starten.

Es ist wichtig die Nachteile zu kennen, um entsprechend zu wissen, ob du geeignet bist als Solopreneur zu arbeiten.

Jetzt will ich von dir hören!

Was ist für dich der größte Vorteil als Solopreneur?

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